"Bienenweiden erhalten"

Muss man jetzt schon an die Bienen denken? Ja, meinen die Imker, und sie bitten darum, die ersten Nahrungsquellen nicht zu vernichten. Archivbild: njn
Lokales
Erbendorf
27.02.2015
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"Für unsere Bienen sind die ersten Blütenpollen von Palmkätzchen, Weiden, Krokussen und anderen Frühblühern lebensnotwendig." Deshalb bittet Imker-Vorstand Klaus Schmidt darum, "die ersten wichtigen Bienenweiden in Stadt und Land zu erhalten und auf einen Frühjahrsschnitt zu verzichten."

"Unsere Honigbienen haben nun die lange Winterruhe fast hinter sich", stellt Schmidt fest. Wie er ausführte, hielten aber Bienen keinen Winterschlaf. "Während der kalten Temperaturen bildet das Bienenvolk eine Winter-Traube und rückt darin ganz eng zusammen."

Der stetige Wechsel der einzelnen Bienen vom äußeren Rand der Traube in die Mitte und umgekehrt schützt sie vor der eisigen Kälte. "Solange die Bienen über genügend Futter verfügen, heizen sie auf etwa 20 Grad auf, indem sie den Zucker des eingelagerten Winterfutters verbrennen und in Wärme umwandeln", so Schmidt. Und das unabhängig von der Außentemperatur. "Sobald dann das Bienenvolk zwischen Mitte Februar und Mitte März, natürlich abhängig von der Witterung, zu brüten anfängt, muss stärker geheizt werden." Die Bienenbrut braucht für eine gute Entwicklung eine Temperatur von 35 Grad. Und im Augenblick kommt den ersten Blütenpollen von Hasel (Palmkätzchen), Weiden und Krokussen eine besondere Bedeutung zu.

"Wichtig ist daher, dass jetzt diese Frühblüher, welche die erste Nahrungs- und Pollenquelle bilden, unseren Bienen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen", weiß Schmidt. Nur so erreichen die Bienen eine entsprechende Volks-Stärke, die für eine gute Honigernte und gesunde Völker Voraussetzung sein wird.

Der Vorsitzende des Imkervereins bittet deshalb darum, diese für die Bienen ersten und wichtigsten Bienenweiden unbedingt zu erhalten. "Für uns Imker ist es unverständlich, wenn diese Nahrungsquellen durch einen Frühjahrsschnitt oder die Rodung des gesamten Strauches einfach vernichtet werden und unseren Bienen diese wichtige Futter- und Pollenversorgung dadurch genommen wird."
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