Bruno Jonas gastiert mit seinem Programm "So samma mia" im Oktober in der Stadthalle - ...
" Der Mensch ist ein Tier auf zwei Beinen"

Bruno Jonas hat in seinem neuen Solo-Programm auch unsere Vorfahren im Blick, und er findet durchaus beängstigende Parallelen in gewissen menschlichen Verhaltensweisen. Echt tierisch. Bild: hfz
Lokales
Erbendorf
23.04.2015
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Bruno Jonas gastiert mit seinem Programm "So samma mia" am Montag, 26. Oktober, in der Stadthalle. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass eine Stunde vorher. Karten ( ab 24 Euro) gibt es im Vorverkauf beim Ticket-Service des Neuen Tages (Telefon 0961/85550), der Buchhandlung Bodner in Pressath, im A-Z Laden Krummennaab, bei Elektro Hecht in Windischeschenbach, Sparkasse in Neustadt und im Internet unter "NT-Ticket".

Jonas sieht die Welt aus bayerischer Sicht "Der Mensch ist ein Tier auf zwei Beinen. Aufrecht bis zum Umfallen, rücksichtslos, egoistisch und immer auf seinen Vorteil bedacht. Aber auch sozial und solidarisch - wenn es ihm nützt.

Wer sind wir überhaupt?

Mit solchen Gedanken beginnt der Kabarettist sein neues Solo-Programm, in dem er versucht, Antworten auf Fragen zu geben, die schon lange unter den Nägeln brennen: Warum sind wir so, wie wir sind, und wie ist es dazu gekommen, dass wir so und nicht anders sind, und wer sind wir überhaupt? Sind die Bayern eine eigene, von allen anderen unabhängige Daseinsform oder lediglich ein deutscher Stamm unter vielen? Werden wir in naher Zukunft alle Europäer? Wer sind wir dann in Europa? Die Dummen? Und wenn ja, warum merken wir es nicht? Sollten wir als Europäer dann englisches Toastbrot essen oder besser französisches Baguette zu uns nehmen oder doch lieber Knäckebrot aus Schweden? Wie steht's um die Ballaststoffe? Gibt es da ein Nord-Süd-Gefälle? Muss das bayerische Vollkornbrot der europäischen Weißbrot-Lobby weichen? Wird das bayerische Reinheitsgebot der Europäisierung standhalten können, und darf die Weißwurst auch nach 12 Uhr gegessen werden? Muss man, wenn man alle Fakten in der Gesamtschau betrachtet, nicht zu dem Schluss kommen, dass Bayern mit all seinen Eigenheiten als Weltkulturerbe erhalten bleiben muss?

Drei Prozent Neandertal

"Wir haben etwas Unverwechselbares, etwas, das nur wir haben und sonst niemand auf der Welt. Wir sind einmalig. Obwohl einige von uns auch in allen anderen zu finden ist. Bis zu drei Prozent des Neandertalers sind in unserem Erbgut nachzuweisen. Merkwürdigerweise haben die restlichen 97 Prozent auch keine wesentlichen Unterschiede aufzuweisen. Wir sind uns alle ähnlich, und doch unterscheiden wir uns enorm. "Mei, wenn nur alle aso waarn wia i, dann gab's gor koa Probleme auf dera Welt", meint Jonas.
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