Dank für den Mut zur Ehe

20 Ehepaare, die in diesem Jahr runde Hochzeitstage feiern, lud die katholische Pfarrei zu einem Dankgottesdienst und anschließendem Stehempfang ins Kolpinghaus ein. Mit auf dem Bild Pfarrer Martin Besold (rechts). Bild: njn
Lokales
Erbendorf
07.10.2015
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Die Pfarrei Erbendorf feiert ihre Ehejubilare, sie seien Beispiele und Vorbilder, sagte Pfarrer Martin Besold. Er forderte von der Kirche aber auch einen guten Umgang mit gescheiterten Ehen.

"Vergelt ihnen Gott ihr Zeugnis gelingender Ehe, liebe Jubilare." Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Martin Besold die Ehejubilare der katholischen Pfarrei am Samstag im Gottesdienst. 20 Paaren spendete Besold den Segen. Im Anschluss lud der Pfarrgemeinderat zu einem Stehempfang ins Kolpinghaus.

Eingeladen waren Paare, die in diesem Jahr ihren 25., 40., 50., 55., 60. und 65. Hochzeitstag feiern. "Sie haben sich gefunden, sich lieben gelernt und diese Liebe haben sie einander versprochen, ohne Wenn und Aber", stellte Besold in der Predigt fest. Die Ehe sei ein großes Versprechen, ein Wagnis. "Denn damals haben sie nicht mit sagen können, wie sich jeder persönlich sowie auch die Partnerschaft weiterentwickelt."

"Vor Gottes Angesicht haben sie es gewagt, bedingungslos Ja zueinander zu sagen und dieses Ja durchs Leben zu tragen." Die Ehe sei eine ernste Sache. Doch habe sie auch einen Lebensraum eröffnet, in dem Freunde, Gemeinschaft und nicht zuletzt die Familie ihren Platz hatte und bis heute hat. "Gerade zum Erntedankfest dürfen wir ihnen, für das Zeugnis ihrer Liebe danken, in guten wie in schwierigen Zeiten."

"In der beginnenden Bischofssynode in Rom zum Thema Ehe und Familie wird bestimmt und hoffentlich auch darüber diskutiert, was mit denen ist, die am Ideal Ehe scheitern", so Besold. "Wir brauchen das: einen guten Umgang der Kirche mit dem Scheitern von Ehen."

Wichtiger seien aber Zeugnisse gelingender Ehen. "Sie, liebe Ehejubilare, leben diese Treue vor." Er stellte fest, dass dies nicht immer eine leichte Sache war, beispielsweise nach einem Streit wieder aufeinander zuzugehen. "Die Treue zeigt sich nicht in den schönen Stunden." An junge Ehepaare sagte Besold, Treue mag nicht immer leicht sein. "Aber es lohnt sich." Dazu zitierte er ein russisches Sprichwort. "Fährst du zur See, so bete einmal, ziehst du in den Krieg, so bete zweimal, beginnst du eine Ehe, so bete dreimal."

"Für uns ist es ein Auftrag, füreinander zu bitten", betonte Besold. Nach der Messe erteilte er jedem Jubelpaar den Ehesegen. "Sie sind Vorbilder und wir können nach unserem Jahresmotto in ihnen das Gute sehen." Mit diesen Worten begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Holger Popp die Ehejubilare im Kolpinghaus zum Stehempfang. Bei guten Gesprächen, Sekt und Häppchen klang der Abend aus. Pfarrer Besold dankte abschließend allen Helfern.
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