Den Film im Kopf kapieren

Lokales
Erbendorf
24.06.2015
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Ein "Blaulichtgespräch" hat nichts mit einer polizeilichen Vernehmung zu tun. Aber eine Schnittmenge mit Prävention und Sicherheit gibt es doch.

Das fünfte "Blaulichtgespräch" zwischen der Stadt, der Polizeiinspektion sowie den Rettungsdiensten fand diesmal in der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe statt. Diplom-Sozialpädagogin Elke Pinkert referierte zum Thema "Kommunikation mit an Demenz erkrankten Menschen."

Frühjahr und Herbst

Initiiert wurden die Erbendorfer Blaulichtgespräche von BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner. Sie finden regelmäßig einmal im Frühjahr und im Herbst statt. Auf Einladung von zweitem Bürgermeister Johannes Reger als Vorsitzender der Berufsfachschule sprachen Erster Hauptkommissar Bernhard Gleißner von der Polizei in Kemnath, Pfarrer und Notfallseelsorger Martin Besold, Feuerwehrkommandant Bernhard Schmidt sowie die Vertreter der BRK-Bereitschaft, der Wasserwacht, der Bergwacht sowie des BRK-Rettungsdienstes und der BRK-Einsatzleitung zu Demenz.

Die Diplom-Sozialpädagogin und Familientherapeutin Elke Pinkert stellte den Teilnehmern die Arten der Demenz, die Symptomatik, den Verlauf der Krankheit vor. Anschaulich verdeutlichte Pinkert die Kommunikation von Demenzkranken anhand von praktischen Beispiel.

"Von meiner Welt in deine Welt treten - das ist die Basis für die Kommunikation mit einen demenziell veränderten Menschen." So müsse das Gespräch in einem geschützten Rahmen stattfinden, bei dem das Gegenüber des Demenzkranken selbst ruhig ist. "Man muss die Aufmerksamkeit gewinnen, um mit dem Demenzkranken in Beziehung zu treten", stellte Pinkert fest. "Den Film kapieren, in dem der andere gerade ist, ist aber das wichtigste und schwierigste zugleich", so die Sozialpädagogin.

Professionell versorgt

"Demente sind heute so gut und professionell versorgt, dass es wenige Einsätze gibt." Das stellte Kommissar Bernhard Gleißner fest. In einem regen Austausch der Teilnehmer wurden die bisher wahrgenommenen Eindrücke besprochen. "Ein sehr interessanter Vortrag, bei dem es wichtig ist, dieses Thema auch an die Basis der Einsatzkräfte zu bringen", stellte BRK-Bereitschaftsleiter Lehner abschließen fest. Foto
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