Der Mensch ist ein Tier

Bruno Jonas (links) und sein Alter Ego kommen am Montag, 26. Oktober, in die Erbendorfer Stadthalle. Bild: hfz
Lokales
Erbendorf
01.09.2015
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Nicht "Mia san mia", sondern "So samma mia" heißt das aktuelle Programm, mit dem Bruno Jonas auf Reisen geht. Der Kabarettist mit prägender Passauer Kindheit gastiert am Montag, 26. Oktober, in der Stadthalle.

Der Auftritt beginnt um 20 Uhr, Einlass ist um 19 Uhr. Karten zum Preis von 24 Euro gibt es im Vorverkauf beim Neuen Tag, der Buchhandlung Bodner in Pressath, im A-Z Laden Krummennaab, bei Elektro Hecht in Windischeschenbach, der Sparkasse in Neustadt und im Internet unter NT-Ticket.

"Der Mensch ist ein Tier auf zwei Beinen. Aufrecht bis zum Umfallen, rücksichtslos, egoistisch, immer auf seinen Vorteil bedacht, aber auch sozial und solidarisch, wenn es ihm nützt." Mit solchen Gedanken beginnt Bruno Jonas sein Programm, in dem er versucht, Antworten auf Fragen zu geben, die uns allen schon lange unter den Nägeln brennen: Warum sind wir so, wie wir sind, und wie ist es dazu gekommen, dass wir so und nicht anders sind, und wer sind wir überhaupt? Sind die Bayern eine eigene, von allen anderen unabhängige Daseinsform oder lediglich ein deutscher Stamm unter vielen? Werden wir in naher Zukunft alle Europäer? Wer sind wir dann in Europa? Die Dummen? Und wenn ja, warum merken wir es nicht?

Sollten wir als Europäer englisches Toastbrot essen oder besser französisches Baguette zu uns nehmen oder doch lieber Knäckebrot aus Schweden? Wie steht's um die Ballaststoffe? Gibt es da ein Nord-Süd-Gefälle? Muss das bayerische Vollkornbrot der europäischen Weißbrot-Lobby weichen? Wird das bayerische Reinheitsgebot der Europäisierung standhalten können, und darf die Weißwurst auch nach 12 Uhr gegessen werden? Muss man, wenn man alle Fakten in der Gesamtschau betrachtet, nicht zu dem Schluss kommen, dass Bayern mit all seinen Eigenheiten Weltkulturerbe werden bleiben muss? "Mei, wenn nur alle so waarn wia i, dann gabs' gor koa Probleme auf dera Welt", sagt Jonas in der ihm eigenen Bescheidenheit. Was bei uns anders ist und warum wir uns alle unterscheiden, obwohl wir doch alle gleich sind, vor Gott, der Geschichte und der Bayerischen Staatsregierung - damit befasst sich Bruno Jonas zum allgemeinen Vergnügen auch in der Steinwaldstadt.
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