Dieser Job ist krisensicher

Erfreut über die Entwicklung der Berufsfachschule für Altenpflege zeigte sich der Trägerverein bei der Mitgliederversammlung. Mit auf dem Bild (von rechts) Schulleiterin Hannelore Doleschal, Bürgermeister Hans Donko, Trägervereinsvorsitzender Johannes Reger, Kassier Reinhard Schuster und Schriftführer Hubert Wojtenek. Bild: njn
Lokales
Erbendorf
15.11.2014
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Wer hier den Unterricht besucht, kann Jugendlicher sein oder auch schon mal zu den 50-Jährigen zählen. Ein buntes Schülerbild also, das in der Erbendorfer Altenpflegeschule paukt. Wer hier abschließt, hat eine Festanstellung schon so gut wie in der Tasche.

Der Einzugsradius der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe wird immer größer. Diese erfreuliche Feststellung traf die Schulleiterin bei der Mitgliederversammlung des Trägervereins der Schule.

Derzeit besuchen 80 Schüler die Einrichtung. "Wir sind auf einem guten Weg", betonte Trägervereinsvorsitzender Johannes Reger. In seinem Bericht hob Reger hervor, dass die Anwerbung neuer Schüler ein wichtiges Thema sei, "denn wir stehen im Wettbewerb mit anderen Schulen."

Er stellte auch fest, dass Altenpflegeeinrichtungen derzeit zögerlich bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen seien. Dies stehe aber im Gegensatz zur Notwendigkeit von Pflegepersonal in den Einrichtungen.

Kein Mangel an Arbeit

"Arbeit ist genügend da, das haben wir bei den diesjährigen Abschlussklassen wieder feststellen können", sagte Reger. Von den Altenpflegehelfern und den Altenpflegern seien alle ohne Ausnahme in ein festes Beschäftigungsverhältnis gekommen. "Wir können sagen: Dieser Beruf ist krisensicher. Wir haben ein buntes Schülerbild vom Jugendlichen bis zum 50-Jährigen", stellte Reger fest. Derzeit seien 80 Schüler in den drei Jahrgangsklassen Altenpfleger sowie in der Vollzeit- und Teilzeitklasse für den Ausbildungsgang Altenpflegehelfer, die von insgesamt 24 Lehrkräften in Voll- und Teilzeit sowie als Honorarkräfte unterrichtet werden.

"Neben den schulischen Ausbildungsgängen konnten wir unser zweites Standbein, die Fort- und Weiterbildung, ausbauen", berichtete Reger. Zahlreiche Lehrgänge wurden durchgeführt, für das kommende Jahr seien neue Kurse mit einem breitgefächerten Angebot vorgesehen.

Wie Reger weiter ausführte, sei die Schule 2014 wieder vom TÜV-Süd zertifiziert worden. "Damit haben wir weiterhin unsere Trägerzulassung." Auch die Aus- und Fortbildungen seien bei der Prüfung mit dabei gewesen. Einen Dank sprach Reger Schriftführer Hubert Wojtenek aus, der die Zertifizierung vorbereitete.

Erstmals sei im Schuljahr 2013/14 in Kooperation mit der Mittelschule Erbendorf zwei Schülern ermöglicht worden, den Hauptschulabschluss abzulegen, um eine Ausbildung an der Berufsfachschule beginnen zu können. Reger bedankte sich zum einen bei Rektor Peter Preisinger und beim ehemaligen Konrektor Reinhardt Wutz, Mitglied des Trägervereins, der die Schüler an der Altenpflegeschule auf die Prüfungen vorbereitete.

Einzugsgebiet wächst

Neben dem Bericht von Kassier Reinhard Schuster informierte Schulleiterin Hannelore Doleschal über das Schulleben. Sie dankte dem Trägerverein mit Johannes Reger und Hans Donko für das große Engagement. Doleschal zeigte sich nicht nur erfreut über die gute Entwicklung der Schülerzahlen, sondern auch über das gewachsene Einzugsgebiet. "Mittlerweile kommen unsere Schüler auch aus der Bayreuther Gegend", wusste sie zu berichten.

In Wohngemeinschaften?

Jedoch sei für Schüler ohne Kraftfahrzeug die Verkehrsanbindung nach Erbendorf äußerst schlecht. Bürgermeister Donko brachte dabei die Idee ins Spiel, für diese Schüler unter der Woche Wohngemeinschaften vor Ort zu ermöglichen, was auf allgemeine Zustimmung stieß. Dem Vorstand des Trägervereins und dem gesamten Lehrkörper mit ihrer Leiterin sprach er seinen Dank für die hervorragende Arbeit aus.
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