"Ein Festtag für uns alle"

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Lokales
Erbendorf
15.09.2015
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"Die Vakanz ist zu Ende, und jetzt können wir uns freuen, dass sich schöne Aussichten für das geistliche Miteinander in den Kirchengemeinden ergeben." Das betonte Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiß beim Ordinationsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche.

Er führte Pfarrer Christopher Zeh in seine erste Pfarrstelle in Erbendorf ein sowie Pfarrerin Nadine Schneider auf die Pfarrstellen in Krummennaab/Thumsenreuth und Windischeschenbach. Beim Einzug in die Kirche wurden die beiden neuen Pfarrer mit Orgelmusik begrüßt. Organist Martin Häupler hatte zu diesem Anlass ein neues Orgelstück mit dem Namen "Fanfare in ZEH-Dur" komponiert, das zu Beginn erstmals erklang. In der festlich geschmückten Martin-Luther-Kirche begrüßte Dekan Dr. Wendrich Slenczka die Gemeinden und vor allem Schneider und Zeh. Einen Dank sprach Slenczka allen Seelsorgern Pfarrern aus, die in der Zeit der Vakanz in den Kirchengemeinden die Vertretung hatten.

Um Gottes Zukunft

Pfarrer Dirk Grafe aus Wirbenz, der die Vakanzvertretung in Erbendorf inne hatte, eröffnete den liturgischen Teil des Gottesdienstes. "Heute ist ein Festtag für uns alle", sagte er. "Heute werden zwei junge Menschen ordiniert." In seiner Predigt freute sich Regionalbischof Dr. Hans-Martin Weiß, die Ordination einer jungen Pfarrerin und eines jungen Pfarrers zu feiern.

Froh war Weiß, dass die Stellenbesetzung nach nur einem Jahr so schnell über die Bühne ging. "Umso schöner ist es, dass sich zwei junge Leute entschlossen, freiwillig in die Oberpfalz zu gehen", so der Bischof. "Sie wurden aber nicht gezwungen", fügte er schmunzelnd hinzu. "Natürlich dürfen wir uns und müssen wir uns mit Befürchtungen beschäftigen, die sich dazu bei uns derzeit einstellen", sagte Weiß und meinte die Flüchtlingsströme. "Aber wir dürfen unter keinen Umständen uns davon so gefangen nehmen lassen, dass wir nur noch um unsere eigenen Überlegungen herumkreisen und nicht davon loskommen." Die Botschaft Jesu sei eigentlich ganz eindeutig. "Erkennt an, dass Gott der Herr ist, dass er die Zukunft gestalten wird." Denn es soll in erster Linie nicht um die eigene Zukunft, sondern um Gottes Zukunft, sein kommendes Reich gehen. "Damit darf und soll sich unser Herz beschäftigen." Weiß sprach weiter von "verwandelten" Sorgen.

Weg zum großen Ziel

"Von blanker Sorglosigkeit eines Christenmenschen kann also keine Rede sein. Es ist vielmehr ein fröhliches Sorgen." Mit Beispielversen aus Liedern von Paul Gerhardt untermauerte der Regionalbischof seine Aussage. "Alles wird am Ende gut werden, das ist eine Perspektive weit über das hinaus, was wir mit unseren Sinnen erfassen, mit unserem Verstand analysieren und mit unseren Plänen angehen können. Alles wird am Ende gut werden, darauf kann und soll ich mich verlassen, statt mich zu zersorgen."

Doch bereits auf dem Weg zu diesem großen Ziel seien die Menschen nicht alleine. "Ich weiß, dass Sie es hier in der Steinwaldregion nicht immer leicht hatten, dennoch haben sich die Dinge inzwischen so entwickelt, dass Sie zufrieden sein und heute dieses schöne Fest feiern können." "Ja, mit Gottes Hilfe." Mit diesem Bekenntnis antworteten die beiden neuen Pfarrer Nadine Schneider und Christoph Zeh auf die Ordinationsfrage von Regionalbischof Dr. Weiß.. Im Anschluss erhielt zuerst Pfarrerin Schneider durch Handauflegung von Dr. Weiß, ihrer Mentorin Dr. Bärbel Mayer-Schärtel sowie den Vertretern der Kirchenvorstände aus Krummennaab/Thumsenreuth und Windischeschenbach den Segen.

Neben Regionalbischof Dr. Weiß sprachen bei Pfarrer Christoph Zeh Pfarrer Uwe Zeh (Vater des Pfarrers),, Mentorin Sibylle Thürmel sowie die Vertreter des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde Erbendorf den Segen zu. Im Anschluss traten Schneider und Zeh erstmals an den Tisch des Herrn, um das Abendmahl zu feiern. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Organisten Martin Häupler, dem Projektkirchenchor unter der Leitung von Helga Rose sowie dem Posaunen- und Flötenchor aus Krummennaab.

Empfang in der Aula

Einen herzlichen Empfang bereiteten die Gemeindemitglieder der drei Kirchengemeinden ihren neuen Seelsorgern in der Aula der Schule, dessen offizieller Teil musikalisch vom evangelischen Posaunenchor Erbendorf umrahmt wurde. Für die katholischen Schwestergemeinden sprach stellvertretend der Windischeschenbacher Pfarrer Hubert Bartel. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Stellvertretend für die Bürgermeister Uli Roth aus Krummennaab und Karl-Heinz Budnik aus Windischeschenbach überbrachte Bürgermeister Hans Donko die Grüße der politischen Gemeinden. Sebastian Dippolt aus Neustadt/WN sprach für die evangelische Landjugend.
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