Erbendorfer Schachclub erinnert mit zwei Turnieren an verstorbene Mitglieder
Gedenken im Blitz-Modus

Daniel Kamm gewann das Dr. Wolfgang Meißner-Gedächnis-Turnier des Schachclubs Erbendorf. Bild: njn
Lokales
Erbendorf
06.03.2015
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An die verstorbenen Mitglieder Horst Eigner und Dr. Wolfgang Meißner erinnerte der Schachclub bei zwei Gedenkturnieren. In teils hart umkämpften Partien behielten mit Daniel Kamm und Christian Andretzky zwei Akteure der ersten Mannschaft die Oberhand.

Dr. Wolfgang Meißner war seit seinem 14. Lebensjahr Mitglied des Vereins. Vor wenigen Monaten starb er völlig unerwartet. Zwar hatte er sich in den vergangenen Jahren aus beruflichen Gründen aus dem Wettkampfschach zurückgezogen, doch ein Großteil der derzeit aktiven Mannschaftsspieler hatten mit ihm noch gemeinsam am Brett gesessen und für Erbendorf gekämpft. Umso betroffener waren die Vereinsmitglieder über seinen plötzlichen Tod.

Deshalb fasste der Vorstand den Entschluss zum Dr.-Wolfgang-Meißner-Gedenkturnier im Blitz-Modus. Das bedeutet, dass jeder Spieler für die gesamte Partie nur fünf Minuten Bedenkzeit zur Verfügung hatte.

In fünf Runden setzte sich Kamm durch. Der Grafenwöhrer Gastronom ist Autodidakt und hat, ehe er vor zwei Jahren zum SC Erbendorf stieß, sein Hobby vor allem im Internet gepflegt. Schnell arbeitete er sich in die erste Mannschaft vor und ist inzwischen ein wichtiger Punktelieferant.

Nun krönte Kamm seine Leistung der letzten beiden Jahre mit dem Turniersieg. Mit einem halben Punkt Rückstand landete der Spitzenspieler der ersten Mannschaft, Wolfgang Hoffmann, auf dem zweiten Platz, gefolgt von den punktgleichen Jo Mihl und Jugendspieler Mattias Schiml.

Bereits zum Jahresbeginn hatte der SC Erbendorf im Rahmen eines Schnellschachturniers an Horst Eigner erinnert. Das Schach-Urgestein hatte über Jahrzehnte die Geschicke des Schachvereins mitgeprägt und war einer der erfolgreichsten Einzelspieler.

Auch dieses Turnier war hart umkämpft. Allerdings kommen im Schnellschach im Vergleich zum Blitzschach strategische Aspekte stärker zur Geltung. Schließlich setzte sich mit Christian Andretzky ein Stammspieler der ersten Mannschaft durch. Auf den Plätzen folgten Franz Weiß und Michael Weiß.
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