Erfolgsgeschichte fortsetzen

Lokales
Erbendorf
05.12.2014
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Junge Leute zu motivieren, ist für viele Vereine eine überlebenswichtige Aufgabe. Der Erbendorfer Spielmannszug hat diese bislang gut gelöst. Das zeigte sich beim Ehrenabend zum 40-jährigen Bestehen.

Glückwünsche zum 40-jährigen Bestehen des Spielmannszuges überbrachte der Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Dieter Dendorfer. Persönlich pflege er einen engen Kontakt mit den Erbendorfer Spielleuten, denn im Kreisverband sei es der einzige Spielmannszug.

Eine Bereicherung

Ihn freue es besonders, dass bei Bläserwochen des Musikbundes immer wieder Spielleute mit dabei seien. "Sie bereichern das Programm", stellte er fest. Nicht nur in Blaskapellen, auch in Spielmannszügen gebe es Höhen und Tiefen. "Es ist die Kunst der Verantwortlichen, junge Leute zu motivieren." In Erbendorf sei dies gelungen.

Gekonnt startete der Musikkenner und Krummennaaber Bürgermeister Uli Roth seine Moderation. Wie er zu dieser Aufgabe am Ehrenabend kam: "Vor 13 Jahren habe ich eine Spielfrau an Land ziehen können, seitdem begleitet mich der Spielmannszug", so Roth. Mittlerweile seien nicht nur seine Frau, sondern auch seine Kinder fleißig am Üben. "Und nachdem Manuela Wienand wegen der Moderation auf mich zugekommen ist, konnte ich dem nicht widerstehen."

Unter dem Dirigat von Kai Wienand, dem neuen Stabführer des Spielmannszuges (wir berichteten), erklang der Marsch "Gruß an Kiel". Mit "Pieapples" spielten die Musiker ein konzertantes Musikstück, das, wie Roth anmerkte, das erste vom Spielmannszug einstudierte Konzertstück Anfang der 1990er Jahre war. Gleich einer Weltreise führte Roth die Besucher von arabischen Klängen zu Samba- und Rumbarhythmen. "Mit Hot & Sweet hatte der Zug beim Wertungsspiel in der Oberstufe in Stein bei Nürnberg Erfolg", so Roth. Weitere Wertungsspiel-Stücke kündigte er ebenfalls an, so "Fluts in Letic Style" oder "Irish Melody".

Das Feuerfest

Höhepunkt war die Aufführung von "Wildes Feuer", dessen Komponist Hermann Dirscherl an diesem Abend als Bezirksstabführer anwesend war. Selbstverständlich durfte er seinen Titel auch selbst dirigieren. Roth kündigte auch eine Premiere an. "Wien - Das Feuerfest" von Josef Strauß präsentierte der Spielmannszug seinen Gästen. Mit russischen Weisen bestritten die Musiker das Ende des offiziellen Teils.

Ein Gottesdienst in der Pfarrkirche, den Pfarrer Martin Besold zelebrierte und der Spielmannszug gestaltete, war der Auftakt des Festabends, der im Schützenhaus am Bergwerk mit dem Ehrenabend seine Fortsetzung fand.(Hintergrund)
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