Evangelische Christen erinnern zum Reformationstag an Gottes Tun
Nichts ohne den Herren

Lokales
Erbendorf
03.11.2014
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"Vor Allerheiligen feiern die evangelischen Christen den Reformationstag, ganz feierlich, mit Orgel- und Posaunenchormusik." Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Hans-Martin Meuß aus Weiden den Reformationsgottesdienst in der Martin-Luther-Kirche.

"Zum Reformationsfest ist das heutige Predigtwort aus dem Philipper-Brief irritierend", stellte Meuß in seiner Predigt fest. "Da ist die Rede davon, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern." Er forderte die Kirchengemeinde auf sich nicht zu fürchten und zu zittern. Statt dessen sollen die Gläubigen sich an die Wohltaten Gottes erinnern.

"Menschen sind im Hinblick auf den biblischen Horizont Sünder und Erlöste zugleich." Gott habe den Menschen so geschaffen, dass er zwar eine eigene Person, ohne sein eigenes Zutun aber nichts sei. "Beide Seiten sind von Gott geprägt." Denn Gott ermögliche erst unser Tun. "Deshalb müssen wir nicht in Furcht und Zittern vor ihm stehen, wie es einst Martin Luther erging, der Höllenqualen durchstand in Erwartung der Strafe des allmächtigen Gottes."

"Unter dem Begriff Furcht und Schrecken kommt zum Ausdruck, wie wir vor Gott stehen. Ehrfürchtig und aufmerksam, was Gott uns Menschen schenkt." Im Hinblick auf Allerheiligen soll der Mensch gedenken, dass auch er einmal sterben muss. Auf der anderen Seite wirke Gott nach den Worten des Pfarrers in uns. "Unsere Werke und unser Tun sind nicht unser Verdienst, sondern von Gott und dafür müssen wir danken." "Am Reformationsfest begegnen uns beide Seiten der Medaille, Furcht vor Gott und die Liebe Gottes", stellte er zusammenfassend fest. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Evangelischen Posaunenchor und dem Organisten Martin Häupler.
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