Freie Wähler organisieren in der Volksbank einen Vortrag über Sicherheit im Internet - Fachmann ...
Sorglosigkeit spielt Betrügern in die Karten

Der Vorsitzende der Freien Wähler Erbendorf, Rolf Hanauer (rechts), bedankte sich am Ende der fast zweistündigen Informationsveranstaltung mit einen guten Tropfen bei Ernst Wager. Bild: hfz
Lokales
Erbendorf
19.11.2015
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Zusammen mit der Volksbank hatten die Freien Wähler zu einem Vortrag über Internetsicherheit in die neuen Schalterräume des Geldinstituts eingeladen. Zweigstellenleiter Christian Weigert freute sich bei seiner Begrüßung über einen regen Zuspruch.

Als Fachmann war Kriminalkommissar Ernst Wager gekommen. Er ist bei der Kripo Weiden einer von drei Beamten im Arbeitsbereich "Cybercrime". Dieses Ressort wurde im Juli 2014 eingerichtet.

So berichtete Wager in seinen Vortrag von einer leicht steigenden Zahl von Delikten im Internet. Diese kommen vor allem durch eine vermehrte Nutzung des Internets mit Smartphones und Tablets zustande. Anhand konkreter Beispiele zeigte der Experte raffinierte Betrugsfälle auf. So ist zum Beispiel das Verteilen von Schadsoftware über E-Mail, die sich als harmlose "Zip-Datei" in einer E-Mail-Nachricht befindet und beim Öffnen dieser Datei Software aufspielt, um den Computer, das Tablet oder das Handy fernzusteuern eine gängige Masche.

Oder auch Dateien, die täuschend echt gemacht als Rechnung beim Mail-Empfänger ankommen und beim Anklicken den PC sperren und nur gegen Zahlung einer Gebühr wieder freigeschaltet werden. Leider ist es aber auch oft die Leichtgläubigkeit der Nutzer, die es den Betrügern einfach machen. So hatte der Experte die eindringliche Bitte an die Zuhörer, niemals Passwörter über E-Mail zu verschicken und auch Mails von unbekannten Absendern ungelesen zu löschen.

Auch ein besonderes Thema beim Vortrag war, das nach einer Umfrage Mail-Nutzer ihr Passwort viel zu selten ändern. Diese Passwörter sollten mindestens zwölfstellig sein, große und kleine Buchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Im Anschluss an seinen Vortrag musste Redner viele Fragen der Anwesenden beantworten. Dabei zeigte sich die große Vielfalt der verschiedenen Betrugsmaschen und auch, dass sich die besorgten Besucher bei ihrem nächsten Internetbesuch auf jeden Fall vorsichtiger verhalten werden.
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