Große Abschlussfeier an der Berufsfachschule für Altenpflege in Erbendorf - 46 Absolventen ...
Mit Mut und Engagement in die Zukunft

Die Absolventen der Berufsfachschulen mit Landtagsabgeordneten Tobias Reiß (2. von links), Kreisrätin Brigitte Scharf (3. von links), Trägervereinsvorsitzender Johannes Reger (5. von links), dritte Bürgermeisterin Sonja Heindl (6. von links), Pfarrer Martin Besold (7. von links), Bürgermeister Hans Donko (8. von links) sowie Leonhard Merk von der Agentur für Arbeit.
Lokales
Erbendorf
03.08.2015
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"Besonders freut es mich, dass uns 26 Altenpflegehelferschüler erhalten bleiben und im kommenden Schuljahr ihre Ausbildung zum Altenpfleger absolvieren." Das stellte Schulleiterin Hannelore Doleschal bei der Abschlussfeier der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe fest. 46 Absolventen wurden verabschiedet.

Aufgrund der großen Anzahl fand die Entlassfeier im kleinen Saal der Stadthalle statt. Auftakt war ein Wortgottesdienst mit Pfarrer Martin Besold, der von den Berufsfachschülern und Lehrern gestaltet wurde. Neben der Klavierbegleitung sangen einige von ihnen im "Abschlusschor" und trugen während des Gottesdienstes die Lesung sowie die Fürbitten vor.

Ohne Vorahnung

"Als wir unsere Ausbildungen begannen, ahnten wir noch nicht, was auf uns zukommen wird." Mit diesen Worten blickte die Absolventin Petra Schüßler auf die Schuljahre an der Berufsfachschule zurück. "Schule, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen, das haben wir geschafft und können jetzt stolz sein, uns Altenpfleger oder Altenpflegerhelfer zu nennen."

Einen Dank sprach sie allen aus, die die Schüler unterstützt haben. "Vor allem gilt unser Dank Schulleiterin Doleschal, die sich für uns einsetzte und uns Mut machte", so Schüßler. Jederzeit "ein offenes Ohr" hatten auch die Klassenlehrerinnen. "Mögen all die schönen Erinnerungen ein Leben lang uns begleiten." Als Dankeschön gab es für den Lehrkörper Blumen.

Johannes Reger, Vorsitzender des Trägervereins, freute sich, dass die Abschlussfeier in der neuen Stadthalle stattfinde. "Wenn jemand einen Beruf ergreift, kann man dies mit einem Neubau vergleichen." Es müssen Überlegungen getroffen werden, was man baut, eine Einsiedelei oder eine große Halle. Sie haben sich dazu entschlossen, eine Halle zu bauen, die für Menschen offen ist." Die Ausbildung sei vergleichbar mit der Bauphase. "Es treten Schwierigkeiten auf, Mühe und Plage schlagen den Alltag, bis das Haus Konturen annimmt", merkte der Vorsitzende an. "Heute ist das Haus fertig und die Aussichten sind gut."

Bürgermeister Hans Donko sagte: "Viele von Ihnen haben mit einer Ausbildung an der Berufsfachschule einen zweiten Start in ihrem Leben gewagt." Sie hätten einen Beruf gewählt, der in der Gesellschaft dringend benötigt werde. "Keiner von ihnen braucht sich um die Zukunft sorgen machen."

"Menschlich bleiben"

Donko hoffte, dass die Absolventen in ihrem Beruf menschlich und herzlich bleiben. "Das ist ihr Auftrag, davon geht auch die Gesellschaft aus." Altenpfleger und -pflegehelfer seien Spezialisten auf ihrem Gebiet. Damit sprach der Bürgermeister die Bestrebungen der Bundesregierung an, eine sogenannte generalistische Ausbildung einzuführen. "Spezialisten sind besser als Generalisten", stellte er fest. Während im Handwerk die Spezialisierung immer weiter voranschreite, werde in der Altenpflege der entgegengesetzte Weg eingeschlagen. "Ich mache mir Sorge um diejenigen, die nach ihnen kommen und in diese Berufssparte einsteigen wollen und ihr Herz in der Pflege finden."

Den Absolventen wünschte er beruflichen Erfolg. "Ich hoffe, Sie nehmen von Erbendorf und von der Schule angenehme Eindrücke mit", sagte Bürgermeister Donko abschließend.

Bundespolitisch schoss auch Landtagsabgeordneter Tobias Reiß in die gleiche Richtung wie Bürgermeister Donko. "Die Altenpflege ist ein Thema, dem man sich nicht als Generalist nähern kann oder darf", so Reiß. "Es sind Spezialisten, die Menschen begleiten dürfen, und dafür braucht man eine andere Ausbildung und Herangehensweise."

"Es gibt zwei sichere Berufe in der Welt. Der eine ist katholischer Pfarrer, der andere Altenpfleger." Das stellte Leonhard Merkl von der Agentur für Arbeit fest. Für die Agenturen und Jobcenter gelte, dass der Altenpflegebereich auch in Zukunft gefördert werde. Dabei ging er auf die Unterstützung von Seiten-Einsteigern ein.

Im Anschluss erfolgte durch den Trägervereinsvorsitzenden Johannes Reger, Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Bürgermeister Hans Donko die Zeugnisübergabe an die 46 Absolventen, die sich ab jetzt "staatlich geprüft" nennen dürfen.

Ganz tolle Noten

Besonders freute sich Schulleiterin Hannelore Doleschal über die Ergebnisse bei den Abschlussbesten. In der Altenpfleger-Klasse 12/15 erreichte Sandra Kopp mit 1,2 das beste Ergebnis. Beim Altenpflegehelfer-Vollzeit-Abschluss waren die Besten Melanie Lafi mit 1,1 und Kim Schneider mit 1,3. Einen Abschlussnotendurchschnitt von 1,1 erreichten in der Altenpflegehelfer-Teilzeit-Klasse Claudia Eichlmeier und Tanja Edl.
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