"Holz ist knapp"

Lokales
Erbendorf
28.02.2015
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"Auf einer Fläche von 3126 Hektar haben 293 Mitglieder 25 465 Festmeter Holz vermarktet." Das konnte Geschäftsführer Andreas Punzmann bei der Generalversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Neustadt/Waldnaab Nord in der Stadthalle in Erbendorf vermelden: "Eine stolze Summe", betonte er.

Im vollbesetzten Saal der neuen Stadthalle hob Vorsitzender Sebastian Scharnagl in seinem Rechenschaftsbericht den Anstieg der Mitgliederzahl der FBG um 20 auf jetzt 805 hervor. "Unsere Mitglieder haben über 6600 Hektar Wald." Er ging auf die Aktivitäten des Vorstands im abgelaufenen Jahr ein und erinnerte an die Beteiligung der Gemeinschaft beim Bauernmarkt in Neustadt/WN sowie über zahlreiche Pflanzkurse. Geschäftsführer Punzmann stellte fest, dass das vergangene Jahr das wärmste seit dem Beginn der regelmäßigen Temperaturmessungen war. "Die trockene Frühjahrszeit hatte viel Potenzial für den Käfer, dennoch war relativ wenig Käferholz vorhanden." Hauptsächlich seien die Hauptmengen in den Wintermonaten geschlagen worden. Er merkte aber an, dass im vergangenen Dezember mehr Holzeinschlag möglich gewesen wäre, wenn die Regenfälle nicht gewesen wären.

"Zuverlässig sein"

"Die Holzindustrie muss kontinuierlich beliefert werden können", so Punzmann. "Unsere Aufgabe ist deshalb, ein zuverlässiger Partner zu sein." Mit 26 000 Festmetern zähle 2014 zu einem der etwas schwächeren Jahre. Denn im Jahr 2013 waren es noch 33 000 Festmeter. "Ausgenommen bleiben aber die Spitzenwerte durch "Kyrill" 2007 mit 42 500 Festmetern und "Emma" 2008 mit 38 000."

Neben den Holzmengen sprach der Geschäftsführer auch die abnehmenden Firmen an. Hauptabnehmer der FBG mit einem Anteil von über 50 Prozent sei das Sägewerk Ziegler in Betzmühle. Natürlich seien auch andere Sägewerke möglich. Auch kleinere Betriebe müssten nach Punzmanns Worten unterstützt werden.

Kleine Schwankungen

Zu den Abnahmepreisen führte Punzmann aus, dass diese über das Jahr hinweg nur geringfügig schwankten. So lag der Preis für Kiefer-Stammholz im ersten Quartal bei 82 Euro, im zweiten und dritten Quartal bei 77 Euro und im letzten Quartal bei 79 Euro. Faserholz lag aufgrund von Jahresverträgen bei 39,50 Euro. "Der Preis hat und wird sich gut halten", stellte er abschließend fest. "Denn Holz ist knapp." In seinem Ausblick sprach Punzmann die "Käferbegiftung" an, bei der auf die Wasserschutzgebiete geachtet werden müsse. Zahlen aus den ersten Monaten des Jahres 2015 zeigten, dass die Forstbetriebsgemeinschaft mit rund 4000 Festmeter bis dato im Durchschnitt liege.

Die Mitglieder informierte er, dass die Geschäftsstelle mit Miriam Häupler eine neue Mitarbeiterin habe und daher jetzt auch schnellere Abrechnungen möglich seien. Mit dem Hinweis auf die Pflanzenkurse am 14. März in Wildenreuth und am 18. März im Sauerbachtal sowie die Informationsfahrt in die Lausitz schloss Punzmann seine Ausführungen.
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