Im Betonwerk erste harte Nuss

Mit sechs Schlauchtrupps und der Drehleiter rückte der Feuerwehrnachwuchs dem "Brand" im Jalousienbetrieb Faltenbacher zu Leibe. Bilder: njn (2)
Lokales
Erbendorf
20.10.2014
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Nicht jeder Einsatz ist gleich. Und nicht jeden Tag müssen die Brandschützer zu einem Notfall ausrücken. Doch in 24 Stunden kann trotzdem viel passieren.

Rund um die Uhr zum Helfen bereit waren rund 25 Nachwuchskräfte der Jugendfeuerwehr und des Jugendrotkreuzes beim Berufsfeuerwehrtag der Feuerwehr Erbendorf. 24 Stunden lang erlebten die Teilnehmer, was an Lösch- und Rettungseinsätzen sowie sonstige Arbeiten im Feuerwehrdienst so alles anfallen kann.

Kaum hatten sich die jungen Helfer im Feuerwehrhaus eingerichtet, kam der erste Alarm. "Verletzte Person im Betonmischwerk", hieß es. Mit Blaulicht ging an die Fichtelnaab zum Kulmbeton-Werk, wo sich eine "verletzte Person" auf dem Dach befand. Nach der Erstversorgung brachten die Jugendlichen den Dummy per Drehleiter nach unten.

Der nächste Notruf kam eine Stunde später. Das Szenario: ein Verkehrsunfall im Gewerbegebiet. Diesmal hatten es die jungen Leute nicht mit einem Dummy zu tun, sondern mit geschminkten Personen, die sie unter Anleitung aus einem Fahrzeug holten.

Einen Großalarm gab es am Nachmittag, als es hieß: "Brand bei Jalousien-Faltenbacher." Neben der Erbendorfer Wehr und dem Roten Kreuz rückte auch die Feuerwehr aus Grötschenreuth aus. Während die Grötschenreuther die Wasserentnahme aus der Fichtelnaab sicherstellten und die Erbendorfer das Wasser aus einem Hydranten entnahmen, bekämpften sechs Schlauchtrupps und eine Löscheinheit auf der Drehleiter den "Brand". Das BRK versorgte die Verletzten. Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die jungen Teilnehmer erneut ausrücken. Auf der Schadenreuther Platte brannte ein Holzstoß.

Beim Aktionstag kam aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Hervorragende Verpflegung, Spiele und Spaß sowie ein Grillabend ließen keine Langweile im Feuerwehrhaus aufkommen. Müde und abgekämpft gingen die Teilnehmer in die Betten.

Alarm nach Frühstück

Kaum gefrühstückt, ertönte erneut Alarm. Es galt, einer unter einem Fahrzeug eingeklemmten Person auf dem Kastnerhof in Straßenschacht Hilfe zu leisten. Mit technischem Gerät wurde der unter einem Anhänger liegende Dummy gerettet und dem Roten Kreuz zur weiteren Behandlung übergeben. Den Übungseinsatz auf dem Faltenbacher-Gelände hatte auch Bürgermeister Hans Donko verfolgt. Er sprach in der Nachbesprechung von einer tollen Arbeit der Nachwuchskräfte. Sein Dank galt den Verantwortlichen der Feuerwehr und des Jugendrotkreuzes sowie den teilnehmenden Jugendlichen. Der Brandschutzbeauftragte der Firma Faltenbacher, Roland Wellenhöfer, lobte ebenfalls den gelungenen Einsatz.

Je zur Hälfte stammten die Teilnehmer vom Jugendrotkreuz Erbendorf sowie der Feuerwehren aus Erbendorf und Grötschenreuth. Quartier nahmen sie auf Feldbetten im Feuerwehrhaus. Die Organisation lag in den Händen von Jugendwart Roland Kaiser sowie Christopher und Anna-Maria Linkel, seitens des Jugendrotkreuzes bei Thomas Wagner vom BRK Bärnau sowie bei Jugendleiterin Monika Stahl von der BRK-Bereitschaft Erbendorf und stellvertretendem Kreisbereitschaftsleiter Christian Stahl.
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