Imker werten Zunahme der Blühstreifen als positives Zeichen - Bienen, Landwirte und Imker ...
Wertvoller Lebensraum entsteht

Lokales
Erbendorf
02.07.2015
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"Die sogenannten Blühstreifen um die sonst monotonen Mais- und Getreidefelder haben um ein Vielfaches zugenommen." Das stellte der Vorsitzende des Imkervereins, Klaus Schmidt, fest. Die Imker freuen sich darüber, denn die Bienen haben damit ein zusätzliches Pollen- und Trachtangebot.

"Wer mit offenen Augen durch unsere schöne Landschaft geht, wird feststellen, dass die Blühstreifen aus Raps, Senft, Sonnenblumen, Phacelia oder verschiedenen Blühmischungen zugenommen haben", betonte Schmidt. Angelegt haben sie die Landwirte an den Rändern der Felder. "Sie verschönern nicht nur das Landschaftsbild, sondern dienen den Insekten wie Honigbiene, Hummel, Käfer oder Schmetterling als Angebot an Nektar und Pollen."

"Die Blühmischungen haben eigene Qualitätskriterien, sind floristisch unbedenklich und stellen keine Probleme in der Fruchtfolge dar", weiß der Imkervorsitzende. Zudem seien für die Landwirte Förderungen durch die Landesanstalt für Landwirtschaft möglich. Wie die Anlage dieser Blühstreifen aussehen kann, zeigte Schmidt anhand eines Maisfeldes, das von Blühstreifen förmlich eingerahmt und durchzogen wird. "Dieses Feld liegt direkt an der B 22 am Steinbacher Berg und ist auch von der Straße aus gut einsehbar." Vorsitzender Schmidt stellte fest, dass der Lebensraum nur begrenzt zur Verfügung stehe.

Die verschiedensten Interessen, beispielsweise von Landwirten, Imkern und Jägern, treffen hier aufeinander. "Wir arbeiten nicht gegeneinander, sondern miteinander", machte er klar. So profitieren die Landwirte von den Honigbienen und deren kostenloser Bestäubungsleistung durch einen höheren Ernteertrag. "Umgekehrt schätzen die Imker das reichhaltige Nektar- und Pollenangebot dieser Blühstreifen für die Bienen."

Vor allem überbrücken die Blühstreifen Zeiten mit wenig oder keiner Tracht. In den zurückliegenden Jahren war es keine Seltenheit, dass die Imker schon im Juli mangels natürlichem Nektarangebots ihre Bienen füttern mussten. Einen Dank sprach Schmidt allen Landwirten aus, die mit den Blühstreifen freiwillig wertvollen Lebensraum für Bienen, Insekten und andere Wildtiere schaffen.
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