"In den Köpfen ankommen"

Zur Öko-Modellregion nahmen bei der öffentlichen Sitzung der Steinwald-Allianz Freiherr Eberhard von Gemmingen-Hornberg (rechts) und der Geschäftsführer der Schloßbrauerei Friedenfels, Thomas Schultes (links), Stellung. Bild: njn
Lokales
Erbendorf
09.04.2015
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"Der Markt für Bio-Lebensmittel ist da. Motivieren sie ihre Unternehmen vor Ort mitzumachen." Das sagte Freiherr Eberhard von Gemmingen-Hornberg bei der Vorstellung der Öko-Modellregion in einer Sitzung der Steinwald-Allianz in der Stadthalle.

" Der Landhandel hat in Friedenfels mit einem Bio-Lagerhaus ein Alleinstellungsmerkmal", bemerkte Gemmingen-Hornberg. Seit Mitte des vergangenen Jahres darf sich die Steinwald-Allianz "Öko-Modellregion" nennen. Der Zweckverband kam damals in das von der Bayerischen Staatsregierung gestartete neue Landesprogramm "Bio-Regio Bayern 2020."

Wie Freiherr von Gemmingen-Hornberg ausführte, sei das Ziel, die bayerische Bio-Landwirtschaft von zwei auf vier Prozent zu steigern. Der Redner stellte die Güterverwaltung Friedenfels mit Landhandel, Brauerei und Forstbetrieb als Vorreiter in Sachen Bio im Steinwald heraus. Deshalb sei der Dienstsitz der beiden Öko-Modell-Manager der Steinwald-Allianz, Josef Schmidt und Günther Erhard, ebenfalls in Friedenfels. "Dem Ziel des Programms sind wir bereits nähergekommen", stellte Gemmingen-Hornberg fest. "In unserem Betrieb werden bereits 120 Hektar ökologisch bewirtschaftet." Oberstes Ziel sei es für ihn, dass sich die Bewohner des Steinwalds mit der Öko-Modellregion identifizieren. "Das muss noch in den Köpfen ankommen."

Der Geschäftsführer der Schloßbrauerei Friedenfels, Thomas Schultes, stellte fest, dass für viele landwirtschaftliche Betriebe ein Problem bei der Umstellung auf Bio bestehe. "Die nächsten Bio-Lagerhäuser sind zu weit entfernt." Die Landwirte seien nur zu überzeugen, wenn die Infrastruktur stimme. Deshalb habe sich der Landhandel Friedenfels entschlossen, sein Lagerhaus in ein Bio-Lagerhaus umzustellen. "Damit haben die Bio-Landwirte die Möglichkeit, ihre Produkte auf kurzem Wege abzusetzen."

Es gebe regionale Schlachthäuser für Rotes Höhenvieh und Wild in Haselbrunn und Trabitz sowie Bio-Bäckereien in Ebnath und Reuth bei Erbendorf. Des Weiteren seien zahlreiche regionale Partner zur Stelle.
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