Kleines Nest ganz groß

Lokales
Erbendorf
15.06.2015
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Hans Donko war der Stolz auf die erweiterte Kinderkrippe anzumerken. Und auch die anderen Redner hoben in Erbendorf hervor, dass hier etwas Besonderes gesegnet wird.

"Die Belegung beweist, dass die Stadt mit ihrem Entschluss, die Kinderkrippe zu erweitern, richtig lag", erklärte Bürgermeister Hans Donko bei der Segnung des Anbaus in der Höllgasse. Krippenleiterin Nadine Diesner stellte den neuen Namen der Einrichtung vor: "Unser kleines Nest."

Donko hob hervor, dass das zusätzliche Betreuungsangebot für junge Eltern die Lebensqualität der Stadt hebe. Er erinnerte an die Geschichte der Kinderkrippe von der Idee 2007 bis zur Fertigstellung "Worauf ich besonders hinweisen möchte, ist unser neuer Spielpavillion, der baulich nicht einfach war." Für die Erweiterung habe die Stadt 700 000 Euro investiert, 600 000 Euro flossen an Zuschüssen. Von den 48 Plätzen seien 44 belegt. Zehn Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Kinder. "Die Stadt übernimmt auch den laufenden Aufwand für sämtliche Kindertageseinrichtungen, der sich auf rund 550 000 Euro jährlich beläuft." Dank galt Baufirmen, Architekten, Stadtverwaltung, Bundesfamilienministerium und Reinhold Demleitner von der Regierung der Oberpfalz.

"Ein hervorragender Bau", lobte stellvertretender Landrat Günter Kopp. Mit dieser Investition entspreche die Stadt den Bedürfnissen. Er überreichte 200 Euro für den Kindergarten. Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht hob Donkos Leistung hervor: "Nicht zuletzt ist es dem Bürgermeister gelungen, eine hohe Förderung zu erhalten. Mit Verlaub: So was wie hier gibt's nirgends." Landtagsabgeordneter Tobias Reiß lobte die Zusammenarbeit von Bund und Land bei der Förderung. Architektin Helga Rembeck steuerte Zahlen bei: Der umbaute Raum habe sich von 2000 auf 2700 Kubikmeter erhöht, die Nutzfläche um 171 auf 611 Quadratmeter. "Bei der Planung waren schwierige Aufgaben zu lösen." Sie nannte Statik und Brandschutz. Kurzzeitig musste der Bau stoppen, weil die Arbeiter auf mittelalterliche Funde stießen. "Im Gesamten aber ein tolles Projekt", sagte die Architektin. Die Segnung nahm Pfarrer Martin Besold vor. "Wer mit Kindern zu tun hat, weiß, dass sie eine besondere Gabe haben. Sie verstellen sich nicht." Krippenleiterin Nadine Diesner erklärte, dass die Kinder es fast schade finden, dass die Bauarbeiten vorbei sind, so fasziniert verfolgten sie das Geschehen vom Fenster aus. "Es war eine erlebnisreiche Zeit." Elternbeiratsvorsitzender Markus Biehler sprach Donko Dank aus. "Die Krippe ist ein Vorzeigeobjekt." Auch dem Erzieherteam dankte er.

Lea Dietl gestaltete die Feier mit Leonhard Cohens Halleluja. Ehrengäste und Mitarbeiterinnen ließen zum Schluss Hunderte Luftballons in den Himmel steigen. Beim anschließenden Tag der offenen Tür präsentierte sich die erneuerte Einrichtung. Der Elternbeirat sorgte für Verpflegung und die Kinder probierten die neue Außenanlage aus.
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