"Krieg kennt nur Opfer"

Lokales
Erbendorf
16.11.2015
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"Heute ist ein wichtiger Tag des Gedenkens." Das stellte Pfarrer Christoph Zeh bei der Feier des Volkstrauertags am Kriegerdenkmal fest. Bürgermeister Hans Donko und Hauptmann Jürgen Braun legten zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt einen Kranz nieder.

"Dieser Akt ist heute noch so wichtig, weil die Zahl derer, die am Krieg teilgenommen haben, immer kleiner wird", betonte Zeh. Das Gedenken zum Volkstrauertag begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt, den Pfarrer Martin Besold zelebrierte. Im Anschluss zogen die Vereine und Verbände mit den Fahnenabordnungen sowie dem Stadtrat - angeführt vom Spielmannszug der Feuerwehr und der Stadtkapelle - zum Kriegerdenkmal am Unteren Markt.

Bevor der neue evangelische Pfarrer Christoph Zeh erstmals seine Ansprache zum Gedenktag hielt, trugen die Schüler der Mittelschule einen Prolog vor, in dem sie dazu aufriefen, Gewalt zu verhindern sowie Hass und Vorurteile zu überwinden.

"Wir leben heute in der Mitte Europas in einer Zeit des Friedens und des Wohlstandes", stellte Zeh fest. Die Tragödie des Krieges und der Vertreibung könne sich heute kaum einer mehr vorstellen. Darum sei es wichtig, am Volkstrauertag daran zu erinnern. "Denn wenn die Generationen nicht mehr sind, die dies erlebt haben, verliert der Krieg den Schrecken."

Schicksale Millionen Opfer

Zeh sehe beim Gedenken, "auch die Stimme der Bibel zum Klingen zu bringen." Mit einem Psalmvers erinnerte er an die Schicksale vieler Millionen Opfer. Auch die Bombenanschläge in Frankreich nahm er mit in sein Gebet. "Krieg macht keinen Unterschied zwischen Soldaten und Zivilisten", stellte er fest. "Der Krieg kennt keine Helden, sondern nur Opfer."

Die Kriege unserer Zeit scheinen so weit weg. Anschläge, die vielen Flüchtlinge, die bei uns Zuflucht finden nannte er als Beispiele. "Klug wäre es, Konflikte nicht mit Gewalt zu lösen, sondern im Miteinander." Dazu wäre es wichtig, sich am Wort Gottes zu orientieren. "Jesus Christus spricht, selig die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Nach Musikstücken, unter anderen des Gesang- und Musikvereins unter der Leitung von Elisabeth Liedl, legte Bürgermeister Hans Donko mit Hauptmann Jürgen Braun, Vorsitzender der Soldaten- und Reservistenkameradschaft, am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Allen, die zur würdigen Gestaltung beigetragen haben, dankte Bürgermeister Donko abschließend.
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