"Magischer Abend"

Lokales
Erbendorf
10.11.2015
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"Ein magischer Abend mit Musik und Texten, die unter die Haut gehen." Pfarrer Martin Besold versprach nicht zu viel, als er den Konzertabend mit Siegfried Fietz in der katholischen Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt ankündigte. Fietz verstand es, das Publikum vom ersten Ton an mitzunehmen und in sein Repertoire einzubinden.

"Mit dem heutigen Konzert möchte die Kolpingfamilie ihr Festjahr zum 110-jährigen Bestehen abschließen", sagte Vorsitzender Martin Schraml. "Was passt da besser als Siegfried Fietz, der uns in seinen Liedern Jesu Botschaft nahe bringt."

Musikalisch begrüßt wurden die zahlreichen Gästen von Fietz und dem Bassisten und Gitarristen Gerhard Barth mit den Liedern "Shalom" und "Gott lädt uns ein." Die Zuhörer sangen und klatschten mit. Nicht nur das Jubiläum des Veranstalters, auch das anstehende 20-jährige Bestehen des St.-Elisabeth-Kindergartens band er mit Humor in sein Programm ein. "Wir feiern heute 20 Jahr", mit diesem Lied machte der Künstler das Kindergartenjubiläum zu einem klanglichen Erlebnis.

Einfühlsam und peppig

Fietz begeisterte und berührte das Publikum. Dazu gehörten sowohl einfühlsam vorgetragene Lieder als auch peppige Passagen. Symbolisch reichten sich alle Konzertbesucher beim Song "Manchmal braucht man einen Engel" die Hände und bewegten sich zum Rhythmus.

Gerhard Barth brillierte instrumental mit dem "Irischen Segen" und lieferte auch sonst gekonnte Soloparts bei vielen Musiktiteln ab. Zudem glänzte Barth gesanglich.

"Einen neuen Aufbruch wagen" oder "Mit Christus Brücken bauen" waren Musikstücke, die den Besuchern ans Herz gingen. Wie Siegfried Fietz ausführte, werde beim Katholikentag in Leipzig im kommenden Jahr ein Musikwerk für Papst Franziskus uraufgeführt. Für die Menschen in der Pfarrkirche gab es schon beim Konzert einen kleinen Vorgeschmack mit "Papa Francesco". Ein Lied, auf das das Publikum gespannt wartete, kam am Schluss: "Von guten Mächten wunderbar geborgen." Zu dem Text, den Dietrich Bonhoeffer 1944/45 im Konzentrationslager Flossenbürg verfasste, schrieb Fietz vor einigen Jahrzehnten die Musik. "Mittlerweile hat es den Einzug ins Gotteslob geschafft", merkte er an. "Normalerweise musst du 150 Jahre tot sein, bis das passiert."

Nach "Gottes Segen" gab es für die beiden Musiker, wie bereits während des Konzerts, langanhaltenden Applaus. Natürlich ließ sich Fietz ohne großen Widerstand zu einigen Zugaben überreden. Doch vorher sprach Pfarrer Martin Besold für den herrlichen musikalischen Abend seinen Dank aus.

Auch Syrer begeistert

Die Musik verband an diesem Abend die Menschen. Auch syrische Flüchtlinge aus Wildenreuth, die die Kolpingfamilie eingeladen hatte, zeigten sich von der Musik außerordentlich begeistert.
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