Mit Durchschnitt schon zufrieden

Unübersehbar: Die Saison ist vorbei, nicht nur hier am Tannenberglift in Immenreuth. Bild: bkr
Lokales
Erbendorf
19.03.2015
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Wenigsens durchschnittlich: Dass die Skiliftbetreiber der Region bescheiden geworden sind, zeigt ihre Bilanz für die Winter-Saison 2014/2015. Richtig gut lief es nur an einer Station.

(wüw/bkr/gis) Deutlich besser als die vergangene war sie zwar, die Begeisterung der Liftbetreiber der Region über die zu Ende gegangene Skisaison hält sich dennoch in Grenzen. Insgesamt waren die vergangenen Monate nur Durchschnitt. Aber seit der Katastrophen-Saison 2013/2014 wissen sie, dass es viel schlimmer sein kann.

Am Tannenberg schaltete der Förderverein den Lift an 15 Tagen ein, 3114 Karten lösten die Brettlfans. Ein paar Tage mehr hätten es sein können, sagt Vorsitzender Ludwig Melzner. Aber es passte nichts zusammen: Gab es Niederschläge, war es zu warm. Als der Frost kam, blieb es trocken. Positiv wertet Melzner, dass der neue Snowpark mit Hindernissen und Sprüngen für Snowboarder und Freestyle-Skifahrer gut ankam. Der Verein denke über einen Ausbau nach. Eventuell soll die Anlage nächstes Jahr an den Kinderlift umziehen, um am Hauptlift Platz für ein größeres Angebot zu machen.

Auch in Mehlmeisel warteten die Verantwortlichen lange auf den Winter. Erst an Silvester gingen die Klausenlifte in Betrieb, um von 10. bis 23. Januar wieder Pause zu machen. Vor allem der Verlust der Weihnachtsferien schmerzte, gesteht Thomas Prechtl. Dafür freut sich der Gemeindekämmerer, dass an den Faschingstagen die Kasse klingelte. Am vergangenen Sonntag endete die Saison, die der Gemeinde an 61 Fahrtagen über 50 000 Besucher bescherte - den Schneekanonen sei Dank. Nach dem vergangenen Winter ist Bürgermeister Franz Tauber bescheiden geworden: Immerhin sei der Abschluss der beste der vergangenen drei Jahre. In der nächsten Saison soll es eine neue Kassenanlage und Umbauten an den Beschneiungsweihern geben. Weitere Pläne wollte Tauber noch nicht verraten, weil sie vom Haushalt abhängen.

"Wir waren im Fichtelgebirge die ersten, die den Betrieb eröffnet haben", sagt Raimund Lautenbacher für den Neubauer Skiclub. Am Sonntag schloss die Saison an derBleaml Alm. Ein paar Tage war der Neubauer Lift - dank Beschneiung - im Dezember in Betrieb, von Mitte Januar bis 15. März lief er dann ununterbrochen. "Nach der schlechten Saison 2013/2014 war das heuer eine unerwartet gute mit über 60 Fahrtagen", resümiert der Skiclub-Kämmerer: "Wir sind sehr zufrieden - auch dass uns viele Schulklassen besuchen."

"Man muss zufrieden sein", sagt Alfons Lang. Dem Betreiber des Skilifts in Pfaben im Steinwaldist aber anzuhören, dass es ruhig einige Tage mehr hätten sein können als die 34, an denen die Anlage lief. Die Zahl klinge gut, allerdings war der Lift im Dezember und Januar nur sechs Tage am Laufen. "Das Weihnachtsgeschäft fehlt." Die 28 Tage im Februar bis 1. März konnten die Bilanz nur bedingt retten. "Im Februar warten die Leute schon auf den Frühling. Zum Skifahren fehlt dann die Lust."

Jubiläum in Pfaben

Für die neue Saison plant der Liftbetreiber keine größere Veränderungen. Etwas Besonderes wird die nächste Saison trotzdem: die 50. für den Pfabener Lift. Am 16. Januar 1966 lief die Anlage zum ersten Mal. "Den Geburtstag wollen wir schon feiern."
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