Mit Herz und Händen

Vorsitzender Martin Schraml (Zweiter von links) und Pfarrer Martin Besold (Vierter von links) freuen sich mit den Ehrengästen (von links) Ehrenvorsitzender August Fütterer, Bezirksvorsitzende Martina Mark, dritte Bürgermeisterin Sonja Heindl, Bürgermeister Hans Donko, Bischof em. Wilhelm Schraml, zweiter Bürgermeister Johannes Reger, Diözesanpräses Stefan Wissel (hinten) und Diözesanvorsitzender Heinz Süss über eine gelungene Feier zum 110-jährigen Bestehen der Erbendorfer Kolpingsfamilie. Bilder: (2) njn
Lokales
Erbendorf
22.04.2015
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"Habt das Herz am rechten Fleck, habt Hände, die zupacken können. Das ist mein Wunsch." Bischof em. Wilhelm Schraml sprach beim Festabend der Kolpingsfamilie zum 110-jährigen Bestehen im Kolpinghaus.

Proppenvoll war der festlich geschmückte Saal nach dem Einzug der Ehrengäste, Mitglieder und Abordnungen. Kolpingvorsitzender Martin Schraml machte deutlich, dass die Kolpingmitglieder als Christen mitten in der Welt stehen. Dabei hätten sie das Beispiel Adolph Kolpings vor Augen. "Wir zeigen auf, wo Gott ist, nämlich immer da, wo Menschen sind." Die Menschen können nach den Worten des Vorsitzenden Kolpings Idee und Werk als Bausteine für die Gesellschaft nutzen.

20 Minuten auf Video

Rückblickend stellte Schraml fest, dass Kolping-Mitglieder immer wieder bürgerliches Engagement bewiesen haben und heute noch beweisen. Einen hautnahen Einblick in die Geschichte der örtlichen Familie gewann die Festgesellschaft durch einen gut 20-minütigen Videofilm von Jochen Neumann, der neben den Lebensstationen Adolph Kolpings die Geschichte des früheren Katholischen Gesellenvereins Erbendorf von 1905 bis zur heutigen Kolpingsfamilie Erbendorf beleuchtete. Nicht ausgespart wurden im Film die schweren Zeiten während des Dritten Reiches. Diözesanpräses Stefan Wissel aus Regensburg sprach ein Dankeschön an Pfarrer Martin Besold aus, der neben seinem Amt als örtlicher Kolpingpräses diese Aufgabe auch auf Bezirksebene übernommen habe. An die Erbendorfer Pfarrangehörigen gerichtete sagte Wissel: "Da muss man dankbar sein, dass man so einen Pfarrer kriegt." Diese Worte über Pfarrer Besold lösten einen überaus langanhaltenden und stürmischen Beifall aus.

Die Glückwünsche des Kolpingwerks überbrachte für den Bezirksverband Tirschenreuth deren Vorsitzende Martina Mark. Vom Kolping-Diözesanverband Regensburg sprach Vorsitzender Heinz Süss. Beide betonten das aktive Wirken der Kolpingsfamilie vor Ort.

Bürgermeister Hans Donko lobte, dass der Gedanke Adolph Kolpings in Erbendorf bereits seit vier Generationen weitergetragen werde. "Die Kolpingsfamilie ist bei uns wesentlicher Bestandteil im Vereinsleben und ein sozialer Träger in der Stadt." Die Gemeinschaft unternehme viel für Familie und Bildung. Donko ist selbst seit 40 Jahren Kolpingbruder und war früher als Jugendleiter tätig.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass man zum 50-jährigen Bestehen im Jahre 1955 den Platz vor der Lorettokapelle zum "Kolping-Platz" widmete. "Heute hängt noch eine alte, kleine, blaue Straßentafel dran. Hier sollte man was machen." Als Geschenk der Stadt sagte Donko der Kolpingfamilie zu, dass nicht nur die Beschilderung erneuert wird, sondern auch eine Gedenktafel angebracht werden soll: "Ein bleibendes Vermächtnis an den heutigen Tag", so Donko abschließend. Die Abschlussworte des offiziellen Teils des Festabends sprach Ehrenbürger Wilhelm Schraml: "Wir haben heute viel Gutes gehört", stellte er fest. Denn es sei aus dem Herzen gekommen. "Dankbar sein: Vergesst dieses Wort nicht im Persönlichen, nicht in der Familie und nicht bei Kolping.

Fünf besondere Häuser

"Es ist eine Freude, wenn man sagen kann, ich bin ein Erbendorfer, da bin ich daheim." Für Bischof Schraml macht die Bedeutung des Wortes Heimat aus, "wenn fünf Häuser zusammenkommen". Er zählt dazu das Elternhaus, das Gotteshaus, das Schulhaus, das Rathaus und das Leichenhaus. "Bei mir kommen diese Häuser zusammen, Deshalb bin ich hier in Erbendorf daheim, und dafür bin ich dankbar."

Den offiziellen Teil beendete das gemeinsame Singen des Kolpingliedes. Musikalisch umrahmt wurde der gesamte Abend von der Stadtkapelle. Zum Jubiläum gab es Zoiglbier und schmackhafte Brotzeiten
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