Motivation höher als Kirchturm

Lokales
Erbendorf
25.05.2015
11
0

"Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Euch weiter unsere Heimat zu gestalten und am Erfolg der CSU zu arbeiten ", versicherte MdL Tobias Reiß bei der Delegiertenversammlung. Und damit liegt der 46-Jährige wohl richtig. Denn beim Treffen in Erbendorf wurde Reiß als Chef des CSU-Kreisverbandes bestätigt.

Auch bei den weiteren Posten in der CSU-Führung setzten die Delegierten auf Beständigkeit. So wirken weiter Roland Grillmeier, Christian Bauer und Werner Nickl als Stellvertreter. Neue stellvertretende Kreisvorsitzende wurde Angela Burger, nachdem die bisherige Amtsinhaberin Inge Härtl zur Wahl nicht mehr zur Verfügung stand. Als gastgebender CSU-Ortsverein hieß dessen neuer Ortsvorsitzender Johannes Reger die Mitglieder der Kreisdelegiertenversammlung in der Stadthalle willkommen. In seinem Grußwort hob er die Entwicklung der Stadt Erbendorf hervor. Bei der Infrastruktur betonte Reger, dass der Staat gut investiere. "Besonders freuen wir uns über den Ausbau der B 299 am Hessenreuther Berg", merkte er an. Reger sprach auch das Thema Soziales an, das seiner Meinung nach nur auf die Verteilung von Gütern reduziert werde. "Wir können aber gerade bei uns stolz sein, dass man hier auch mit geringerem Einkommen gut leben kann", so Reger. "In Erbendorf lebt ein Arbeiter so, wie in München ein kleiner Generaldirektor."

Arbeitsplätze gesichert

Kreisvorsitzender Tobias Reiß ging auf die Punkte ein, die bei den Terminen der "Zukunftswochen" deutlich wurden. Dazu zählen attraktive Arbeitsplätze, beste Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, attraktive Städte und Gemeinden mit soliden Finanzen, eine moderne Infrastruktur, Heimatstrategie und ein "Wir-Gefühl" in der Region. Zu den Arbeitsplätzen merkte der Kreisvorsitzende an, dass hierfür die Rahmenbedingungen für Investitionen passen müssen. "Es ist uns gelungen, dass wir bis 2020 Wirtschaftsfördergebiet bleiben." Dass die Förderung wirke, zeigte er anhand von 200 neu geschaffenen und 2000 gesicherten Arbeitsplätzen auf. "Wir setzen auf solide Finanzen, egal ob in Bayern oder bei unseren Kommunen", so der Kreisvorsitzende weiter. "Deshalb kämpfen wir für weiter steigende Mittel aus dem kommunalen Finanzausgleich, für Städtebau- und Dorferneuerung oder bei den Stabilisierungshilfen." Einen Dank sprach Reiß an den Waldsassener Bürgermeister Bernd Sommer aus. "Ohne seinen Hinweis auf die unpassenden Richtlinien gäbe es diese Unterstützung im Landkreis nicht mehr."

Auch bei der Städtebauförderung fließen die meisten Mittel in der Oberpfalz in die Region. Als Beispiel nannte er die Sanierung der Burg Falkenstein und das Radlerhotel in Erbendorf. "Nur mit einer starken Infrastruktur wird unsere Region nicht abgehängt", fuhr Reiß fort.

Engagierte Bürgermeister

Die CSU-Landtagsfraktion habe im Doppelhaushalt 2015/16 bewusst die jährlichen Mittel für die Staatsstraßen auf 250 Millionen Euro aufgestockt. Als Beispiele nannte er den Ausbau der B 299 oder die Ortsumgehungen. "Wenn man die engagierte Arbeit unserer Bürgermeister mit ihren Stadt- und Gemeinderäten betrachtet, dann merkt man, dass die Motivation, gemeinsam etwas zu erreichen, höher ist, als der eigene Kirchturm", stelle Reiß fest. Bei der Heimatstrategie führte der Vorsitzende als Beispiele die Steinwald-Allianz und die IKOM Stiftland an. "Es ist wichtig, kommunale Interessen zu bündeln. Zum Kreisverband selbst führte Reiß aus, dass die CSU 18 von 26 Bürgermeister stelle. "Wir haben 26 und mit der Liste Zukunft 31 von 60 Kreisräten, 200 Stadt-, Markt- und Gemeinderäte und 2200 CSU-Mitglieder sowie mit unseren Arbeitsgemeinschaften 3700 Mitglieder in unserer großen Gemeinschaft." Nach seinen Worten sei dies ein großartiges Potenzial, wovon andere nur träumen könnten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.