Nadel als Markenzeichen

Die Jubilare und Neuaufgenommenen der Erbendorfer Kolpingfamilie. Bild: sas
Lokales
Erbendorf
15.12.2014
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Es ging um Grundsätzliches, beim Kolpingtag in Erbendorf: Im Gottesdienst wie in der weltlichen Feier thematisierte die Familie die Themen Glaube, Familie, Beruf und Gesellschaft. Daneben nahm die Gemeinschaft neue Mitglieder auf und ehrte altgediente.

"Wir sind Kolping" - das neue Lied der Familie ließ bei manchem Kolpinger Gänsehaut aufkommen. Überhaupt gab es ein paar Neuerungen bei der Feierstunde mit der Kolpingbrüder und -schwestern Gründer Adolph Kolping gedenken.

In der Messe vor der Feier trugen Mitglieder die Fürbitten vor, in denen sie die vier "Kolping-Grundsätze" Glaube, Familie, Beruf und Gesellschaft thematisierten. In seiner Predigt ging Präses Martin Besold auf die adventliche Gestalt des Gesellenvaters ein. Durch seine Arbeit unter den heimatlos gewordenen Handwerksgesellen des 19. Jahrhunderts habe er auf seine Art dem Herrn den Weg geebnet, und sich in eine Linie mit Johannes dem Täufer gestellt. So sei er uns heute zum Vorbild geworden, in einer säkularen Welt auch im Alltag nicht den Auftrag des Herrn zu vergessen.

Senior Martin Schraml brachte die vier Kolping-Grundsätze auch in der Feierstunde ins Spiel: "Glauben wir wirklich, dass er im Alltag bei uns ist?" Weiter sei zu fragen, ob wir verantwortungsvolle Eheleute und Eltern seien. Sei für Kolpinger das Thema "Tüchtigkeit im Beruf" gleichbedeutend mit den "ausgefahrene Ellbogen", oder doch etwas mehr? Und nähmen die Mitglieder Demokratie wirklich ernst, oder suche man als Zuschauer allenfalls alle Schuld "bei denen da oben". Kolping biete als Zwischenziel, zunächst die eigene Menschlichkeit zu entdecken, und sich von da aus an die Verwirklichung der Grundsätze zu machen: "Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist."

60 Jahre Treue

Schraml dankte Stadtpfarrer Besold, für die Möglichkeit, im Sachausschuss "Ehe und Familie" des Pfarrgemeinderates mitzuarbeiten. Heidi Sausner stellte kurz die neuen Kolping-Polohemden vor. Damit seien nun auch die Erbendorfer Kolpinger optimal auf Feiern und Veranstaltungen zu erkennen.

Die Kolpingbrüder Karl Lorenz und Friedrich Martetschläger wurden für 40 Jahre bzw. für 60 Jahre Treue zum Kolpingwerk geehrt, bevor man zur feierlichen Aufnahme-Zeremonie kam. Zunächst segnete Präses Martin Besold die K-Nadeln, und erbat Gottes Segen für alle Träger der K-Nadel. Dann wurden den Neumitgliedern Markus Tretter, Norbert und Bettina Kraus sowie Oliver Schraml die Nadeln überreicht: "Die K-Nadel ist kein gewöhnliches Abzeichen, vielmehr ein Markenzeichen. Auf die, die es tragen, kann man sich voll und ganz verlassen." Im geistlichen Impuls ging Besold aufs Kolpingwort "Wer Mut zeigt, macht Mut" ein, und wünschte den Kolpingern Mut fürs Christsein im Alltag. Gerade, wenn es mal schwierig werde, sei Mut gefordert. So stehe der Kolpingtag 2015 in Köln unter dem Motto "Mut tut gut!".

In einem Film des Bayerischen Rundfunks über das Kolpingwerk erfuhren die Mitglieder viel über die Arbeit in der ganzen Welt, gerade in der Berufsbildung und für die Familien. Zu Wort kam auch der brasilianische Kaplan Eldivar Coelho aus Bad Kötzting, der im Januar in die Pfarrei zu einem Vortrag kommen wird.

"Ein braver Junggesell"

Martin Schraml bedankte sich beim Zitherclub-Quintett für die Umrahmung und bei Mitgliedern und Gästen für den Besuch. Er wünschte eine schöne Adventszeit und gute Vorbereitung auf die Weihnachtstage. Ganz traditionell ging die Feierstunde mit dem Kolpinglied "S' war einst ein braver Junggesell" zu Ende, doch die Mitglieder saßen bei Glühwein und Lebkuchen noch länger beisammen, und besprachen das bevorstehende Jubiläum 2015.
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