Neue Feldgeschworene achten auf die Grenzsteine
Nicht verrückt

Lokales
Erbendorf
13.02.2015
1
0
Vor Bürgermeister Hans Donko legten in der jüngsten Stadtratssitzung vier neue Feldgeschworene ihren Eid ab. Damit verpflichten sie sich zur "gewissenhaften und unparteiischenTätigkeit und zur Verschwiegenheit sowie zur Bewahrung des Siebenergeheimnisses".

"Das Amt des Feldgeschworenen zählt zu den ältesten kommunalen Ehrenämter", stellte Bürgermeister Donko bei der Vereidigung fest. Die Besonderheit der Feldgeschworenen sei das Siebenergeheimnis. Mit geheimen Zeichen wird der Punkt des zu setzenden Grenzsteines gekennzeichnet. Damit könne festgestellt werden, ob ein Grenzstein verrückt worden ist. "Diese geheimen Daten werden nur mündlich an ihre Nachfolger weitergegeben."

In der Eidesformel schwören die Feldgeschworenen, über ihr Tun strengstes Stillschweigen zu bewahren - und das lebenslang. Die Bezeichnung "Siebenergeheimnis" stammt übrigens noch aus alter Zeit. Denn früher waren es in einer Gemeinde immer sieben Personen, die als Gruppe Grundstücksangelegenheiten geregelt haben.

Das Ehrenamt offiziell bekleiden dürfen jetzt Ernst Gallersdörfer, Erwin Legat, Alfred Schmidt und Wendelin Fenzl. Als Feldgeschworene wirken sie gemeinsam mit dem Vermessungsamt bei der "Abmarkung" von Grenzen mit und überwachen den Zustand sowie den Erhalt von Grenzsteinen. Bereits in einer der vergangenen Sitzungen hatte der Stadtrat die vier Männer bestellt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.