Neues Format kommt gut an

Eine positive Bilanz, vor allem der Stadtgespräche, zog Vorsitzender Jürgen Preisinger (stehend) in der Herbstvollversammlung des Kreisjugendrings Tirschenreuth in der Stadthalle Erbendorf. Mit auf dem Podium (von links) Landrat Wolfgang Lippert, stellvertretender KJR-Vorsitzender Andreas Malzer, (von rechts) zweiter Bürgermeister Johannes Reger und KJR-Geschäftsführerin Renate Scharf. Bild: njn
Lokales
Erbendorf
23.11.2015
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"Die Beteiligung junger Menschen an Entscheidungen sehen wir als wichtig an." Das betonte Vorsitzender Jürgen Preisinger in der Herbstvollversammlung des Kreisjugendringes Tirschenreuth (KJR). Aufklärung und Stadtgespräche werden deshalb auch 2016 angeboten.

Preisinger bezeichnete die Stadtgespräche, die der Kreisjugendring in verschiedenen Städten des Landkreises mit den Jugendlichen dort zu bestimmten Themen veranstaltet, als gelungen. "Vor allem das neue Format, dass das Publikum von Anfang an eingebunden wird, kommt gut an." Unter anderem haben Staatsministerin Emilia Müller und der Präsident des Bayerischen Jugendringes, Matthias Fack, Landrat Wolfgang Lippert und mehrere Bürgermeister an den Podiumsdiskussionen teilgenommen.

Das Thema bei den Stadtgesprächen 2015 waren Drogen. "Wir leisten hier große Aufklärungsarbeit", stellte der KJR-Vorsitzende fest. Um Jugendliche auf übermäßigen Alkoholkonsum aufmerksam zu machen, startete der Verband die Aktion "Mach dich nicht zum Affen". Infomaterial und Roll-Ups dazu können Jugendgruppen bei der Geschäftsstelle ausleihen, teilte er mit. Der Kreisjugendring unterstützt zudem weiterhin die Drogenpräventionsinitiative "Need No Speed" sowie das Netzwerk "TIR-Aktiv gegen Rechts".

Was der KJR weiter fördern möchte, sind die Treffen mit Jugendräten. Solche Gremien haben sich unter anderem bereits in Tirschenreuth und Mitterteich etabliert. Einen Einblick in ihre Arbeit gab Fabian Weinberger vom Jugendrat Mitterteich. Dieser sieht seine Aufgabe beispielsweise darin, den Jugendtreff "Teedimpferl" neu zu beleben. Aktuell engagieren sich die Mitglieder auch für die Anschaffung eines Vereinsbusses durch die Stadt Mitterteich. Des Weiteren sollen die Kinderspielplätze neu bewertet werden.

Flucht und Vertreibung

"Für das nächste Jahr haben wir wieder zahlreiche Fahrten und Veranstaltungen im Angebot, die den Kindern und Jugendlichen Spaß bereiten sollen", kündigte Preisinger das Jahresprogramm 2016 an. So unternimmt der Kreisjugendring am Samstag, 13. Februar, eine Ski- und Snowboardfahrt zum Arber. In den Osterferien - am Dienstag, 29. März - geht eine Fahrt in die Allianz-Arena nach München zum Fußballspiel Deutschland gegen Italien.

Der Vorsitzende teilte mit, dass im nächsten Jahr unter anderem der Nationalsozialismus sowie Flucht und Vertreibung Themen der Stadtgespräche sein werden. "Als renommierten Zeitzeugen haben wir Professor Dr. Fried gefunden." Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest. Für Dienstag, 16. Februar, ist in Tirschenreuth ein Informationsabend "Flüchtlinge und Vereinsarbeit" geplant, für Samstag, 25. Juni, der Besuch der KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg. Im gleichen Monat soll auch das Stadtgespräch "Demokratischer Wandel im Landkreis Tirschenreuth" stattfinden.

Abgesegnet wurde die Mittelanforderung an den Landkreis Tirschenreuth für das Jahr 2016. Wie stellvertretender Vorsitzender Andreas Malzer ausführte, seien dies für das gesamte KJR-Jahresprogramm einschließlich des Ferienprogrammes sowie der Kosten für Geschäftsführung und Personal insgesamt 52 000 Euro. Hinzu kommen noch Zuschüsse für die Jugendgruppen von 27 000 Euro sowie 10 000 Euro für das Grenzüberschreitende Jugendmedienzentrum.

Jugendrat neu dabei

Bei den Feststellungsbeschlüssen sprachen sich die Delegierten für den Wegfall des Vertretungsrechts der Jugendtreff-Initiative "Trainstopp" in Immenreuth sowie des Verbandes Christlicher Pfadfinder der Pfarrei Plößberg aus. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg im Landkreis Tirschenreuth wird künftig mit zwei Delegiertenstimmen ihr Vertretungsrecht in den Vollversammlungen des Kreisjugendrings wahrnehmen können. Nicht zuletzt wurden der Fischerjugend Stiftland das Vertretungsrecht wieder eingeräumt und der Jugendrat Mitterteich als Mitglied aufgenommen.
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