Nicht nur Dekoration

Gerlinde Fürst brachte den Freien Wählerinnen die Thematik Feng Shui näher. Bild: njn
Lokales
Erbendorf
05.10.2015
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Viele Menschen lachen drüber, viele glauben ganz fest daran: Feng Shui. Was soll man denn davon halten?

"Ziel des Feng Shui ist es, eine gesunde, harmonische und Kraft spendende Umgebung durch das Zusammenspiel der fünf Elemente zu schaffen." Mit diesen Worten stieg Fachfrau Gerlinde Fürst beim Vortragsabend der "Freien Wählerinnen aktiv" ins Thema ein. Im Gasthof "Zur Hetsche" begrüßte Vorsitzende Manuela Freifrau von Podewils zahlreiche Damen aus dem gesamten Landkreis begrüßen.

Dass Harmonie im Nebenzimmer der Gaststätte für die Teilnehmerinnen spürbar war, dafür sorgte Referentin Fürst mit entsprechender Feng-Shui-Dekoration, Düften und Räucherstäbchen. Ihr Hauptaugenmerk legte die Expertin auf die Gartengestaltung. "Wer die Prinzipien des Feng Shui anwenden will, muss nicht zwangsläufig auf klassische Elemente der chinesischen Gartenarchitektur zurückgreifen", merkte Fürst an. Es können auch regionale Materialien, Pflanzen, Symbolik eingesetzt werden. Als Beispiele nannte sie einen Bauern- oder Kräutergarten, aus dem man Kraft und auch Medizin schöpfen könne.

"Der grundlegende Gedanke von Feng Shui ist, in jeder Hinsicht ein harmonisches Verhältnis anzustreben", so Fürst. So gelte die Terrasse als ein Platz der Entspannung, aber auch der Kommunikation. Der Nutzgarten sei "ein regelrechtes duftendes Kraftfeld." Selbst der Komposthaufen repräsentiere nach der Referentin einen Platz des zukünftigen Wachstums. "Das Gold jeden Gärtners."

Neben Licht und Schatten sowie der Pflege des Gartens ging Fürst auf das Wasser ein, mit dem man den Garten beleben könne. "Ein Wasserelement sollte in keinem Feng-Shui-Garten fehlen", so die Fachfrau. Oft genügen schon kleine Vogeltränken oder ein Quellstein. "Doch aufgepasst: abgestandenes Wasser bedeutet ein schlechtes Chi im Garten." Das Wasser müsse fließen.

Im zweiten Teil ihres Vortrags ging Fürst auf Feng Shui im Wohnbereich ein. "Oft lassen sich durch bewusstes Beobachten und einfache Maßnahmen schon positive Veränderungen herbeiführen", stellte sie fest. Zu Erbstücken, Möbeln oder Geschenken sagte sie, dass diese für den Menschen eine "tägliche Akupunktur" seien. "Deshalb sollte man nur Objekte behalten, die Freude und gute Erinnerungen ausstrahlen." "Sehr wichtig im Feng Shui ist das Entrümpeln." Dies verschaffe positive Energie und Wohlbefinden. "Neue Perspektiven öffnen sich und Veränderungen werden auch im jeweiligen Lebensthema sichtbar."Abschließend merkte Gerlinde Fürst an, dass die unmittelbare Umgebung immer ein Spiegel zum gegenwärtigen Bewusstsein und Lebensabschnitt stehe. "Eine Veränderung im Umfeld wirkt unmittelbar bewusst und oft auch unbewusst auf unser Inneres."
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