"Nieren arbeiten wie Beamte"

Lokales
Erbendorf
08.05.2015
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"Frauengesundheit - viele Weisheiten und Tipps aus der Naturheilkunde." So hieß das Thema des Vortrags von Heilpraktikerin Susanne Flintsch aus Amberg.

Über 100 Frauen führte die Expertin durch einen amüsanten und vor allem interessanten Abend. Eingeladen zu diesem Vortrag hatte der Katholische Frauen- und Mütterverein und die Kolpingsfamilie in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) in Tirschenreuth. Mitorganisatorin Heidi Banzer war in ihrer Begrüßung beeindruckt von der großen Besucheranzahl. Besonders hieß sie die Akteurin des Abends, auch unter dem Namen Nana bekannte Heilpraktikerin willkommen.

Kräftigende Wirkung

Auf amüsante und humorvolle Art brachte Flintsch den Teilnehmerinnen das Vortragsthema näher. Ein Manuskript brauchte die Referentin nicht. Denn sie schaute einfach liebend gern in die Gesichter der Frauen und las daraus verschiedene Mineralstoffmängel ab. Damit verdeutlichte sie die Gesundheitsthemen, die Frauen bewegen. "Die Naturheilkunde kann die Schulmedizin jederzeit hilfreich ergänzen und besonders nach Krankheiten unterstützend und kräftigend wirken", stellte Susanne Flintsch fest. In ihrem Vortrag ging sie auf das richtige Ess- und Trinkverhalten ein. Dabei nannte sie die 30 Kaubewegungen bei einem Bissen ebenso wie den Grundsatz, während des Essens nicht zu trinken. Denn dies hätte Einfluss auf die Verdauungssäfte. "Die Trinkmenge von Wasser oder verdünnten Kräutertees ist individuell verschieden", merkte die Referentin an. Grob könne dies nach ihren Worten jede Frau selbst mit der Formel Körpergewicht mal 30 Milliliter selbst errechnen. "Unerlässlich dabei ist, dass die Trinkmenge den Tag über verteilt bis gegen 18 Uhr getrunken wird", so Flintsch. "Denn die Nieren arbeiten wie Beamte."

Gezielte Ernährung wichtig

Flintsch, die seit 15 Jahren als Heilpraktikerin im Raum Amberg und auch in Österreich tätig ist, konnte mit zahlreichen Heilmitteln für Frauenbeschwerden aufwarten. Unter anderem nannte sie Bärentrauben- oder Brennessel-Tee und ein Senfmehl-Fußbad als Mittel gegen Blasenentzündungen. Gänsefingerkraut und Schüssler-Salz Nummer 7 sollen bei Regelbeschwerden helfen.

"Wichtig ist vor allem, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten", so die Heilpraktikerin. Dies sei mit einer gezielten Ernährung möglich. "Ohne Zucker, Weißmehl, Fleisch oder Milch kann man vielen Entzündungen vorbeugen."

Einen Blick richtete Flintsch auf die Blutwerte. Sie riet den Teilnehmer, diese jährlich kontrollieren zu lassen. Wichtig seien die Eisenwerte. "Denn bei größeren Belastungen wie einer Schwangerschaft oder Stress kann Eisenmangel zahlreiche Beschwerden hervorrufen." Ferrum Phosphoricum schaffe hier ebenso Abhilfe wie Rote Beete, Eier oder Brennessel.

Zudem sollte auf ausreichend Vitamin D geachtet werden. "Die Strahlenbelastung in der heutigen Zeit ist ein ziemlicher Vitamin-D-Räuber." Diesem Mangel könne mit Lebertran und Avocado-Früchten entgegengewirkt werden. Zur Schilddrüsenfunktion könne dass Schüßler-Salz Nummer 15 unterstützend regulieren.

Auch Gesundheit-Tipps rund um das Thema Wechseljahre hatte die Referentin in petto. "In dieser Zeit ist es unabdingbar, sich um die Leber zu kümmern, um ganz gezielt den Stoffwechsel positiv zu beeinflussen." So sollten Betroffene genug Bitterstoffe, wie Rucola, Schafgarbe oder Bitterkräuter zu sich nehmen. "Der Frauenmantel, wie der Name schon sagt, steht auch ganz oben auf der Liste der Frauen-Heilkräuter."

Auf dem Nähkästchen

Abschließend gab Flintsch noch Tipps, was auf dem Nachtkästchen einer jeden Frau stehen sollte. "Wenn der Mann zu laut schnarcht, helfen Ohrenstöpsel bei Durchschlafproblemen. Zum Einschlafen kann das Schüssler-Salz Nummer 7 und Johanniskrautöl genommen werden." Die Zuhörer waren hellauf begeistert und dankten der Heilpraktikerin mit anhaltendem Applaus.
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