Nun kann der Ball wieder rollen

Die Sonntagskicker bekamen bei einer kleinen Feierstunde ihren Fußballplatz am Bergwerk wieder. Vor knapp zwei Jahren musste das Areal nach dem Einbruch eines alten Bergwerksstollens gesperrt und wieder aufgefüllt werden. Mit auf dem Bild (von links) Jochen Busse von der Sachtleben Verwaltungs GmbH, Bürgermeister Hans Donko, Eckart Walcher sowie Prokurist Stefan Arnoldi (Sechster von links) von der bauausführenden Firma. Bild: njn
Lokales
Erbendorf
31.10.2014
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Was vor knapp zwei Jahren mit einem spektakulären Krater auf dem Fußballplatz begann, endete nun mit einem zünftigen Wildschweinessen in der Sportgaststätte.

Die Sonntagskicker haben ihre Bergwerksarena wieder. Nach dem Schachteinsturz im Dezember 2012 hat die Sachtleben Verwaltungs GmbH der Platz wieder saniert und übergab ihn nun in einer Feierstunde. Symbolisch überreichte Jochen Hasse von der Sachtleben Verwaltungs GmbH einen Fußball an Bürgermeister Hans Donko, der ihn wiederum an die Nutzer des Platzes, die Sonntagskicker, weitergab.

"Wir sind stolz auf das Erreichte und dankbar dafür, dass trotz allem alles glimpflich ausging." Mit diesen Worten lobte Bürgermeister Hans Donko die Sachtleben Verwaltungs GmbH, die die Sicherungsmaßnahmen am eingestürzten Schacht übernommen und den alten Fußballplatz saniert hat. Einen Dank sprach der Bürgermeister dem Vertreter der GmbH, Jochen Hasse, sowie dem Diplomgeologen Dr. Eckart Walcher aus Waldsassen aus, der die Sanierungsarbeiten vor Ort überwacht hat.

Dank an Joe Heinl

Namentlich nannte Donko auch Bauamtsleiter Dieter Döppl, der damals den Krater im frischen Schnee entdeckt hat und bis zum Abschluss der Sanierung dabei gewesen sei. Postum sprach der Bürgermeister auch dem verstorbenen Leiter des Heimatmuseums, Joe Heinl, seinen Dank aus, der sich vor seinem Tod in der geschichtlichen Aufarbeitung des Schachtes und der Findung des Rechtsnachfolgers mit den historischen Unterlagen des Heimatmuseums wesentlich mit eingesetzt habe. "Heute können wir die gelungene Sanierung und den schönen neuen Platz feiern", sagte Donko.

"Wir stehen zu unserer Verantwortung", erklärte Jochen Hasse. "Die Bergbaubehörde hat jetzt den Platz wieder freigegeben." Hasse dankte für die große Unterstützung seitens der Stadt Erbendorf und der Feuerwehr während der Sicherungsarbeiten. Als Bindeglied während dieser Zeit zwischen der GmbH und den Arbeiten sah er Dr. Walcher an, den verantwortlichen Vertreter vor Ort. Auch von der bauausführenden Firma, der Beton- und Monierbau GmbH, sprach er dem Prokuristen Diplomingenieur Stefan Arnoldi seinen Dank aus.

Hasse führte aus, dass Sachtleben täglich mit Sanierungen im Bergwerksbereich zu tun habe. "Doch Erbendorf war dabei etwas Besonderes", hob er heraus. Dank der verschiedensten Informationen aus Archiven, dem Heimatmuseum und dem Stadtarchiv sei ein sehr detailliertes Bild des Bergwerkschachtes aus der Zeit um 1928 entstanden. "Daraus konnte ein maßgeschneidertes Konzept erfolgen."

"Der Bull-Flex, der den Schacht als Betonplombe schließt, ist mit seinem Volumen von rund 700 Kubikmetern der größte, der je gebaut wurde", machte Hasse deutlich. Es sei ein neues Verfahren gewesen, das sich die bauausführende Firma einfallen ließ. "Und diese Idee hat alle behördlichen Prüfungen bestanden und es wurden sämtliche Nachweise erbracht." Insgesamt wurden zur Vorbereitung der Plombierung rund 2000 Kubikmeter Erdreich bewegt. "Jetzt ist die Dauerstandssicherheit wieder hergestellt."

Ausstattung fürs Museum

Abschließend sagte Hasse zu, im Heimat- und Bergbaumuseum die Geologieabteilung mit einer Erweiterung auszustatten. Leider konnte ein vorgesehenes Fußballspiel zwischen den Sonntagskickern und einer Auswahl des TSV aufgrund der Witterung nicht ausgetragen werden.

Im Anschluss lud die Firma Sachtleben in die Sportgaststätte Kreinzl ein, wo es Reh und ein Wildschwein aus der Eifel gab, persönlich geschossen von Bauingenieur Stefan Arnoldi.
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