Per Handy zum Einsatz

Kommandant Bernhard Schmidt und Feuerwehrvorsitzender Albert Vollath (von rechts) sowie (von links) Bürgermeister Hans Donko und zweiter Kommandant Wolfgang Gruber mit den beförderten Feuerwehrkameraden der Erbendorfer Wehr. Bild: njn
Lokales
Erbendorf
13.01.2015
21
0

Ohne Alarm kein Einsatz. So lautet auf einen einfachen Nenner gebracht das Problem. Zum Teil reagieren die Funkmeldeempfänger nicht, erklärte Kommandant Bernhard Schmidt bei der Generalversammlung der Wehr. Nun steht ein Test mit einer anderen Alarmierungsmethode an.

Von "vermehrten Problemen bei der Alarmierung" von der Integrierten Leitstelle sprach der Kommandant. Weil die Funkmeldeempfänger zum Teil nicht auslösen, führe dies zu einer starken Dezimierung der Einsatzstärke. Daher werde der Einsatz der sogenannten Handy-Alarmierung überprüft.

Digitalfunk bis Ende April

Neben der Einsatznachbearbeitung mit dem System "Eldis" sprach der Kommandant auch den Digitalfunk an. "Wir rechnen bis Ende April 2015 mit den ersten Geräten." Schmidt ging auch auf das in die Jahre gekommene Mehrzweckfahrzeug der Feuerwehr ein. "Unser VW-Bus ist mittlerweile über 25 Jahre alt und hat bereits sein drittes Herz, sprich seinen dritten Motor." Eine Neubeschaffung sei wegen der häufigen Ausfälle des Fahrzeugs unumgänglich. Schmidt sagte Bürgermeister Hans Donko, dass noch in diesem Jahr eine Neubeschaffung notwendig sei. Donko sicherte zu, eine Lösung zu finden.

Kommandant Bernhard Schmidt gratulierte Peter Götzl, Daniel Grünbauer und Christopher Linkel zum Bestehen des Gruppenführer-Lehrgangs in Regensburg. An Einsätzen konnte Schmidt von 125 (im Vorjahr 118) sprechen. Davon waren 60 Einsätze im Bereich der Technischen Hilfeleistung (Vorjahr 57), 51 First-Responder-Einsätze (Vorjahr 41) und 14 Brandeinsätze (Vorjahr 20).

"Bei allen Einsätzen hat sich wieder gezeigt, wie gut die Ausbildung und die Zusammenarbeit unserer Wehr im Einzelfall wirklich ist", stellte Schmidt fest. Dies bestätigten der Wehr auch BRK und Polizei bei den sogenannten Blaulichtgesprächen. Bei zwei Verkehrsunfällen waren auch Tote zu beklagen. "Gerade diese Einsätze sind es, die eine Gemeinschaft wie unsere Wehr stärker zusammenwachsen lassen." Denn kein Kamerad gehe aus solchen Einsätzen unbeschwert heraus.

Nun mit Ärmelstreifen

In der Generalversammlung übernahm der Kommandant aus der Jugendfeuerwehr Sarah Konz mit der Überreichung der "Ärmelstreifen Feuerwehrfrau" in die aktive Wehr. Er beförderte Anna Linkel zur Oberfeuerwehrfrau und Florian Hör zum Oberfeuerwehrmann. Hauptfeuerwehrmänner sind nun Fabian Keppler-Stobrawe, Markus Ponnath und Herbert Weiß, Löschmeister Peter Götzl und Daniel Grünbauer.

Kommandant Schmidt gab bekannt, die Mitgliederwerbekampagne "... wir stellen ein" zeige kleine Erfolge. "Bisher haben vier Personen angefragt, die als Seiteneinsteiger dabei sein möchten." Die Wehr freue sich auf alle, die interessiert sind und mitarbeiten möchten. "Denn nur dann wird es uns gelingen, auch zukünftig ausreichend aktive Feuerwehrdienstleistende zu haben und die dauerhafte Aufrechterhaltung unseres flächendeckenden Hilfeleistungssystems zu gewährleisten."

Ja zu Führerschein

Die Führerscheinthematik für Feuerwehrfahrzeuge über 7,5 Tonnen war ebenfalls ein Thema. "Wir brauchen entsprechend qualifizierte Fahrer mit der Führerscheinklasse C", stellte Bernhard Schmidt fest. Gemeinsam mit den Stützpunktfeuerwehren sei hier bereits ein Konzept zur Ausbildung erarbeitet worden. Die Kosten belaufen sich auf rund 2300 Euro. Bürgermeister Donko merkte an, dass bei der Stadt ein Abgleich zur Förderpraxis bei anderen Kommunen im Kreis stattfinde. "Die Stadt Erbendorf wird aber jedem Feuerwehrler den Erwerb des C-Führerscheins ermöglichen."(Hintergrund)
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.