Radweg eine "tolle Sache"

Lokales
Erbendorf
30.04.2015
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"Die Finanzierung des Ausbaus der B 299 am Hessenreuther Berg ist gesichert." Das teilte der Leiter der Obersten Baubehörde, Helmut Schütz, beim Ortstermin am Abspann mit. Voraussichtlich 2017 soll es mit den Arbeiten losgehen.

Eingeladen zum Treffen am Scheitelpunkt der B 299 hatten Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (beide CSU). "Nachdem der frühere Leiter der Obersten Baubehörde, Josef Poxleitner, bereits zugesagt hatte, dass wir die Finanzierung hinkriegen, wollen wir, dass diese Aussage vom neuen Chef bestätigt wird." Mit diesen Worten umriss Rupprecht die Kernfrage des Ortstermins.

"Der Abschnitt am Hessenreuther Berg ist für die Verkehrsanbindung nicht unbedeutend", stellte Helmut Schütz, der Leiter der Obersten Baubehörde, fest. Doch: "Für eine Bundesstraße ist die Strecke auffällig." Zudem sei gegenüber anderen Bundesstraßen die Unfallrate fünf Mal so hoch. Schütz sicherte eine zeitnahe Finanzierung aus Pauschalmitteln des Straßenbaus zu.

Henner Wasmuth, Leitender Baudirektor des Staatlichen Bauamts in Amberg, ging auf die Planungen ein. Die verschiedensten Interessen seien bei dem Konsens "unter einen Hut gebracht" worden. Hier nannte er neben den Grundstückseigentümern die Waldbesitzer, den Bund Naturschutz sowie unter anderem den Verein Hessenreuther Wald.

Bestandsorientierte Trasse

Der technische Plan sei fertig und gehe jetzt an die Fachstellen, darunter Hydrogeologen und Landschaftsplaner. Wie der Baudirektor ausführte, sei die Straßentrasse mehr bestandsorientiert. "Der Einschnitt an der höchsten Erhebung ist unter zehn Meter zurückgenommen worden." Zudem betrage das Gefälle nach den neuen Planungen knapp zehn Prozent. "Die Bürgermeister haben dann noch einen durchgehenden Radweg von Pressath nach Erbendorf durchgesetzt", berichtete Wasmuth und bezeichnete dies als "tolle Sache". Der Minister habe zugestimmt, dass das Staatliche Bauamt die Tektur weiter verfolgen dürfe. "Wir sind gerade dabei, die Antragsunterlagen zusammenzustellen und die Auslegung der Pläne bis zu den Sommerferien vorzunehmen."

Zur weiteren zeitlichen Abfolge merkte er an, dass im ersten Quartal 2016 die Erörterung vorgenommen werden könne. "Damit sind dann viele Sorgen genommen." Im Anschluss könnten die Ausschreibungen vorgenommen und bereits 2017 vorbereitende Arbeiten begonnen werden.

"Es ist gut, wenn sich die Politik für diese wichtige Baumaßnahme einsetzt." Mit diesen Worten sprach Bürgermeister Hans Donko aus Erbendorf Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht seinen Dank aus. "Für uns ist es wichtig, dass etwas gemacht wird", sagte Donko und betonte: "Nachdem ein Konsens unter allen Beteiligten gefunden wurde, ist es für uns jetzt wichtig, dass der Ausbau bald begonnen werden kann." Sein Dank galt auch seinem Bürgermeisterkollegen Werner Walberer aus Pressath und allen anderen Beteiligten, die am Zustandekommen des Ausbaukonsenses vor gut einem Jahr aktiv mitgewirkt haben.

"Nicht mehr zeitgemäß"

Bürgermeister Walberer erinnerte an die Gespräche im Pressather Rathaus mit dem Staatlichen Bauamt. "Mein Dank gilt Henner Wasmuth, der bei diesem Projekt immer hinter uns steht." Der Ausbau "der nicht mehr zeitgemäßen Straße" sei unumgänglich. Als positiv für den Tourismus bezeichnete er den geplanten landkreisübergreifenden Radweg.
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