Regierungspräsident "tief beeindruckt"

Lokales
Erbendorf
09.05.2015
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"Ich bin ein Freund des Steinwalds geworden." Regierungspräsident Axel Bartelt genießt "lehrreiche und unheimlich schöne Stunden" im Naturpark.

Auf Einladung des Vorsitzenden des Naturparkvereins, Baron Eberhard von Gemmingen-Hornberg, kam die Stippvisite zustande. Im Mittelpunkt der Tour standen vor allem die vier neuen Info-Stellen des Naturparks, von denen sich eine im Markthaus befindet. Fuchsmühls Bürgermeister Wolfgang Braun nahm den Besuch zum Anlass, Regierungspräsident Bartelt das Gebäude mit Dorfladen vorzustellen. Neben der Infostelle befinden sich in eine Metzgereifiliale, ein Geldautomat sowie eine Zahnarztpraxis, die Kreisgeschäftsstelle des Bund Naturschutz und nicht zuletzt die Geschäftsstelle des Naturpark Steinwald.

Die zweite Station war die Glasschleife bei Arnoldsreuth. Der Vorsitzende der Gesellschaft Steinwaldia, Norbert Reger, stellte den Verein vor. Bartelt hörte, dass die Glasschleife durch die Gesellschaft mit großem Engagement renoviert worden ist, damit die Geschichte dieses Handwerks in der Oberpfalz nicht in Vergessenheit gerät. Die geschichtliche Entwicklung der Burgruine Weißenstein erläuterte dem Regierungspräsidenten Hausherr Gemmingen-Hornberg. Auch hier spielt die Steinwaldia eine gewichtige Rolle.

Kontakt mit "Sissy"

Gemeinsam wurde der Bergfried bestiegen. Bartelt zeigte sich begeistert vom herrlichen Rundblick: "Ich bin beeindruckt, vor allem vom Waldreichtum der Gegend. Ich bin ein Freund des Steinwalds geworden." Das sagte der oberste Oberpfälzer nicht nur bei der dritten Station, sondern auch später in Gegenwart von Bürgermeister Hans Donko am Waldhaus, das nach gut zweieinhalb Stunden Endstation war. Hier stellte Gemmingen-Hornberg das Rotwildgehege vor, und der Regierungspräsident hatte Glück. Hirschkuh "Sissi" fraß ihm aus der Hand.

Einen Abriss über den Forstbetrieb Waldsassen gab Forstbetriebsleiter Gerhard Schneider. Zahlreiche Projekte werden im Naturpark gemeinschaftlich getragen. "Wir wollen etwas tun, um die Region zu entwickeln", betonte Schneider. "Wir versuchen, Geld über unsere gesamten Waldregionen zu verteilen, wobei wir in letzter Zeit im Steinwald besonders aktiv waren."

Hier nannte Schneider vor allem das generalsanierte Waldhaus, das jetzt neben Info-Stellen des Naturparks Steinwald, der Bayerischen Staatsforsten, dem Geo-Park Bayern-Böhmen sowie der Steinwald-Allianz eine Kleingaststätte beherbergt. "Eine gelungene Geschichte", fasste Schneider zusammen.

Bürgermeister Donko ging auf die Geschichte des Waldhauses ein, bei dem in den 1990er Jahren schon der Abriss drohte. "Doch Dank des Films ,Krambambuli' konnte das Gebäude aus Mitteln der Produktionsfirma gesichert werden." Damit das Gebäude saniert werden konnte, haben die Bayerischen Staatsforsten dieses an die Stadt Erbendorf langfristig verpachtet.

Einmalige Konstellation

Damit entstand wohl eine einmalige Konstellation der Beteiligten. Denn der Staatsforst sei der Grundeigentümer, das Areal liege im Gemeindegebiet von Pullenreuth und die Stadt Erbendorf war Sanierer unter dem Dach des Zweckverbandes Steinwald-Allianz. "Wir haben eine schöne Natur. Doch wenn man hier leben will, muss es auch Möglichkeiten des Erwerbs geben", betonte Donko. Nach seinen Worten zählt das Waldhaus jetzt als Standbein der Region. "Wir wollen den Tourismus stärken." Einen großen Dank sprach Bürgermeister Donko dem Regierungspräsidenten sowie der gesamten Regierung der Oberpfalz für das gezeigte Entgegenkommen bei den zahlreichen Investitionsvorhaben aus.

Bevor der Regierungspräsident zum Essen aus der regionalen Küche im Waldhaus eingeladen wurde, bedankte er sich für den herzlichen Empfang: "Die letzten Stunden waren sehr lehrreich und unheimlich schön. Das Engagement der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter im Naturparkverein schätze ich sehr."
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