Reichlich Fördertöpfe angezapft

Lokales
Erbendorf
20.12.2014
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Erbendorf hat viele Projekte angepackt oder weitergeführt. Bürgermeister Hans Donko beließ es in der Stadtratssitzung nicht nur bei einer Rückschau auf das zu Ende gehende Jahr. Er will die Stadt zu einer kulturellen Hochburg in der nördlichen Oberpfalz ausbauen.

"Die Stadt hat die ihr gebotenen Möglichkeiten, insbesondere im Rahmen der Städtebauförderung, intensiv genutzt und zahlreiche bauliche Maßnahmen auf den Weg gebracht", stellte Bürgermeister Hans Donko in der Weihnachtssitzung fest. Die Maßnahmen seien nur aufgrund einer großzügigen Bezuschussung aus vielen Fördertöpfen möglich gewesen. Erst vor wenigen Tagen habe der Freistaat der Stadt eine Stabilisierungshilfe von 700 000 Euro gewährt. "Dadurch bekommen wir wieder mehr Luft zum Handeln."

Donko ging auf den Umbau des ehemaligen Bermas-Produktionsgebäudes zum Vier-Sterne-Hotel ein. Die Steinwald Gastro-, Bau- und Betriebs GmbH werde dessen touristisches Angebot um den Bereich der Tagungen und Schulungen ergänzen. Er bedauerte, dass es beim Hotelbau vor wenigen Wochen zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen war (wir berichteten). Dem Verletzten wünschte er baldige Genesung.

"Der Steinwald ist wieder in aller Munde", stellte der Rathauschef bezüglich der Generalsanierung des Waldhauses fest. Neben Infostellen des Naturparks Steinwald, Geoparks, der Staatsforsten sowie der Steinwald-Allianz sei eine Kleingaststätte untergebracht, die ausgezeichnet als Ausflugsziel angenommen werde.

Zum Thema "Stadthalle" meinte Donko, dass die Standortwahl richtig gewesen sei. "Unsere Bürger freuen sich darauf, dass mit dem baldigen Abschluss der Parksanierung ein wirkliches Kulturzentrum im Herzen der Stadt entsteht." Ziel für die kommenden Jahre müsse es sein, die Stadt Erbendorf wieder zur kulturellen Hochburg in der nördlichen Oberpfalz auszubauen.

Im Bereich der Kindertageseinrichtungen hat die Stadt laut Donko viel investiert. So wurde das Brandschutzkonzept des städtischen Kindergartens mit gleichzeitig umfangreichen Erneuerungsarbeiten abgeschlossen. Der städtische Kinderhort erhielt eine neue Außenspielfläche, und die Erweiterung der städtischen Kinderkrippe konnte beendet werden. Der Bürgermeister wies auch auf die hohe finanzielle Belastung der Kommune als Hauptfinanzierer der Sanierung des evangelischen Kindergartens hin.

Verdichten statt vergrößern

Zum Fernwärme-Leitungsbau teilte der Redner mit, dass die künftige Entwicklung auf die Nachverdichtung und nicht mehr die Netzvergrößerung abziele. Beim Verkehrsbetrieb hätten sich die Investitionen als richtig erwiesen. Denn neben einer sicheren Schülerbeförderung könnten dauerhaft Fahrten im Gelegenheitsverkehr angeboten werden.

"Auch in den Ortsteilen wurde einiges bewegt", so der Anschluss von Schadenreuth und Hauxdorf an die Sammelkläranlage mit einem Kostenaufwand von rund einer Million Euro. "Dass dies auch gleichzeitig eine gesamte Dorferneuerung nach sich zog, war dabei bereits von Anfang an eingeplant." In Wildenreuth seien die Gehwege saniert worden. Der Breitbandausbau sei nur möglich, weil die Stadt im Zuge der Breitbandinitiative Fördergelder in Höhe von einer Million Euro erhalte.

Zur Arbeit im Stadtrat dankte er den Gremiumsmitgliedern. "Die Arbeit war von sachlichen Gesichtspunkten getragen und erfolgte in einer überaus menschlichen Art und Weise." Aus diesem Grund seien nahezu alle Beschlüsse fast einstimmig ausgefallen.

Wie Donko anmerkte, gebe es in Erbendorf aktuell 1743 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, ein Anstieg binnen Jahresfrist um 81 oder rund fünf Prozent. Dagegen habe es 2005 lediglich 1404 gegeben. Auch sei die Steuerkraftzahl pro Einwohner von 511 auf 552 Euro gestiegen. Donko dankte den örtlichen Unternehmen für ihr weitschauendes Engagement sowie allen, die zum Wohle der Stadt mit beigetragen haben.
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