Stadt hebt fleißig den Finger

Lokales
Erbendorf
21.11.2014
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In den Topf der Städtebauförderung greift Erbendorf schon seit 1997. Das hat viele Spuren hinterlassen. Die Stadt ist heller, freundlicher schöner geworden, resümierte Johannes Reger. Auch für 2015 ist ein Maßnahmenpaket geschnürt.

"Die Städtebauförderung ist für Erbendorf auch im Jahr 2015 wichtig, denn wir wollen auch in Zukunft an Fördergeldern teilhaben." Das machte Bürgermeister Hans Donko bei der Verabschiedung der Bedarfsmitteilung für das kommende Jahr in der Stadtratssitzung deutlich. Bereits seit 1997 ist Erbendorf in diesem Programm. Für 2015 hat der Maßnahmenkatalog ein Volumen von über 2,2 Millionen Euro. Damit soll die Stadt im Förderprogramm "Stadtumbau West" 2015 aufgenommen werden.

5,6-Millionen-Paket

Wie Donko mitteilte, sei die Bedarfsmitteilung für das Städtebauförderprogramm in Zusammenarbeit mit dem Sanierungsträger, der Kewog Tirschenreuth, erarbeitet worden. So seien bei voraussichtlich insgesamt 5,6 Millionen Euro förderfähigen Kosten in den kommenden vier Jahren allein 2015 rund 2,2 Millionen an Investitionen vorgesehen.

Vor allem die laufenden Projekte, wie die Umgestaltung des Bermas-Produktionsgebäudes zum Vier-Sterne-Aribo-Hotel sowie die Neuordnung der dortigen Freiflächen, stehen weiterhin ganz oben auf der Liste. Wurden hier bisher rund 1,6 Millionen Euro bewilligt, sind 2015 weitere 900 000 Euro eingeplant. Der Bürgermeister merkte an, dass im Bereich der Tirschenreuther Straße für den Abbruch und die Umgestaltung ehemaliger Fabrikationsgebäude, die sich in Privathand befinden, ebenfalls Mittel in Höhe von 200 000 Euro bereitgestellt seien.

Bräugasse erneuern

Zu den Maßnahmen in den kommenden Jahren zählt die Erneuerung der Bräugasse mit einem Volumen von 1,2 Millionen Euro. Für 2015 sind dabei rund 50 000 Euro für die Planungserstellung angesetzt. Im Bereich der Turngartenstraße soll das ehemalige Stadthallenareal südlich des Betreuten Wohnens nach den Worten Donkos eine Grünfläche mit Trimm-Dich-Pfad für Senioren entstehen. Von den voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 230 000 Euro sind dabei für das kommende Jahr 128 000 Euro angesetzt.

Rund 350 000 Euro sind in der Bedarfsmitteilung für den Abbruch des ehemaligen Speditionsgebäudes und die Neugestaltung in der Marktredwitzer Straße für 2015 vorgesehen. Bürgermeister Donko konnte bei diesem Punkt bereits den Stadtratsmitgliedern mitteilen, dass schon in den nächsten Tagen der erste Förderbescheid eintreffen werde.

Wie Bürgermeister Donko informierte, stehe auch 2015 wieder ein kommunales Förderprogramm mit rund 75 000 Euro zur Unterstützung von privaten Bauherren im Zuge des Bund-Länder-Programms zur Verfügung. Danach können private Hauseigentümer unter Beachtung städtebaulicher Vorgaben aus fünf verschiedenen Förderbereichen, beispielsweise Fassadengestaltung oder Dachisolierung, Mittel erhalten.

Die 18. Bedarfsmitteilung

Ob und was im konkreten Fall in die Förderung komme, könne laut Donko aber noch nicht gesagt werden. Denn die angemeldeten Einzelmaßnahmen dienten nur als Planungsgrundlage.

"Wer den Finger nicht hebt, wird übergangen", stellte der Bürgermeister fest. Deshalb sei die Erstellung der Bedarfsmitteilung enorm wichtig. "Immerhin verabschiedet der Stadtrat bereits seit 18 Jahren die 18. Bedarfsmitteilung."
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