Stoppelfeld mit Rädern beackert

Für die Quadfahrer war es oftmals ein enges Rennen in den Kurven. Die Strecke bei Frodersreuth hatte es in sich. Bild: zer
Lokales
Erbendorf
14.09.2015
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Der Geruch von Benzin und aufheulende Motoren: Ein packendes Rennen und sensationelle Sprünge lieferten sich 138 Starter am Wochenende am Hexenkessel in Gramlhof. Das Rennfieber hatte die Fahrer gepackt - auf der 1230 Meter langen Strecke.

An zwei Tagen bot der Automobilclub von Deutschland (AvD) Weiden auf der Anhöhe gegenüber Frodersreuth ein Motocrossrennen, das sowohl Zuschauer als auch Teilnehmer auf den Zwei- und Vierrädern begeisterte. Am Samstagnachmittag gingen die ersten 80 Fahrer auf die 1230 Meter lange Strecke. Mittelpunkt der Veranstaltung waren jedoch die Rennen am Sonntag ab zehn Uhr. Wolfgang Baierl hatte mit seinem Team alles im Griff. Unfälle gab es keine.

Feld extra hergerichtet

Gekommen waren Fahrer aus dem Nieder- und Südbayernraum, aus Mittelfranken und aus dem nördlichen Hof. Einige hatten sich auf den Weg aus Sachsen und Thüringen gemacht. Das angrenzende Feld diente den Fahrern zum Werkeln, am Abend zum gemütlichen Plausch und auch für die Zelt- und Wohnwagenkleinstadt. "Der Boden ist WM-trächtig, der Boden griffig, ein sehr gutes Geläuf", schwärmte ein Fahrer nach dem Training. Die Familie Fenzl hatte das Feld abgeerntet und für das Stoppelfeldrennen hergerichtet. Dabei konnte Tobias Fenzl dem AvD unter die Arme greifen und die staubige Rennstrecke immer wieder einmal mit dem Güllefass wässern.

Lob über Strecke

Nur Lob hörte Baierl über seine Streckenführung, die mittlerweile schon zu seiner Heimstrecke wurde. Begeistert waren auch die 1100 Zuschauer, die applaudierten, wenn die Fahrer auf den Quads bei den Sprüngen glänzten und die Motocrossfahrer mit Beinarbeit die Kurven durchpflügten. Es war ein fulminantes Ereignis.

Zuschauer und früherer Motocrossfahrer Josef Faltenbacher aus Pirk war begeistert: "Der AvD bringt die jungen Menschen weg von der Straße. Hier können sie sich an ihre Grenzen herantasten. Sie lernten den Respekt vor der Technik und der Maschine. Das hilft ihnen, gute Verkehrsteilnehmer zu werden." Präsident Manfred Gärber dankte seinem Personal, insbesondere dem evangelischen Kindergarten "Regenbogen" aus Erbendorf für die Bewirtung und der Jugendfeuerwehr Wildenreuth für die Kontrolldienste und Parkplatzeinweisung. Für die Besucher gab es auch eine Ausstellung mit Quads und Zweirädern. In sieben Klassen musste Organisator Wolfgang Baierl mit seinem Team die Anmeldungen einteilen. Allein vier Klassen hatten sich in den Gruppen Kinder und Jugendliche gemeldet. Erst starteten die 20 Quads, anschließend die Klassen Motocrossfahrer in 250 und dann in den 450 Kubikzentimeter-Klassen.

Staubige, holprige Strecken, enge Kurven und ein rasantes Tempo auf der "Höllenmaschine": das Stoppelfeldrennen in Frodersreuth bei Erbendorf ist nichts für schwache Nerven. Bilder: Kreuzer
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