"Urkräfte sammeln"

Lokales
Erbendorf
13.05.2015
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Die 16 Kommunen der Steinwald-Allianz erarbeiten ein neues Konzept für die interkommunale Zusammenarbeit. In einer Sitzung in Fuchsmühl wurden die Projekte für das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) "Steinwald 2020" formuliert.

"Urkräfte sammeln im Steinwald - mit Kooperationsgeist auf neuen Wegen", lautete die Devise in den vergangenen Jahren, in denen vor allem der gemeinsame Radwegebau um den Steinwald eine große Rolle spielte. Das neue Programm forciert die künftigen Entwicklungen im ländlichen Raum, vom demografischen Wandel bis zur Ärzteversorgung, mit dem Ziel, die Region attraktiv und lebenswert zu erhalten.

Startschuss vor elf Jahren

"Im Schloss Fuchsmühl ist vor elf Jahren die Steinwald-Allianz gegründet worden, und heute schlagen wir hier ein neues Kapitel unserer Zusammenarbeit auf." Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Hans Donko als Vorsitzender die Arbeitssitzung der Verbandsversammlung.

Die Bürgermeister wissen um die Probleme in ihren Gemeinden und schätzen die Möglichkeiten, die eine interkommunale Zusammenarbeit bieten kann.

In Arbeitsgruppen aufgeteilt brachten sie viele Projekte zu den Handlungsfeldern Interkommunale Kooperationen, Daseinsvorsorge und Soziales, Ökonomische Entwicklung und Tourismus zu Papier. Die gemeinsame Beschaffung von Gütern, die Kooperation von Standesämtern, die Entwicklung des Wegenetzes oder ein einheitliches Auftreten für Urlaubsgäste sind Beispiele.

Das Büro Geoplan aus Bayreuth moderierte wieder den Arbeitskreis und erstellt aus den Ergebnissen das neue Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept "Steinwald 2020". Beratende und finanzielle Hilfe erhält die Steinwald-Allianz wie so oft vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz mit Sitz in Tirschenreuth. "Die Steinwald-Allianz ist in den vergangenen Jahren auch durch die Beitritte der Gemeinden Immenreuth, Kast und Kulmain im Jahr 2014 zu einem schlagkräftigen Zweckverband mit knapp 37 000 Einwohnern herangewachsen", so Vorsitzender Donko.

Vorbild für andere

Sie sei auch ein Vorbild für andere Gemeinde-Verbünde. Wichtige Förderquellen würden künftig nur noch erschlossen, wenn man als Gemeinde mit anderen kooperiert. "Denn an ein Ausruhen auf vergangenen Erfolgen ist nicht zu denken."
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