"Visionen sind notwendig"

CSU-Bundestagsabgeordneter Reiner Meier (links) im Dialog mit den Gästen des Fischessens. Bilder: njn (3)
Lokales
Erbendorf
25.02.2015
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Traditionell begann der politische Ascherfreitag der CSU mit einem Fischessen im "Wirth's Haus im Park". Eine Runde aus Mandatsträgern sowie Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten bei Tisch aktuelle politische Themen.

Aufgetischt wurden vom Stadthallenwirt Michael Wirth marinierte Heringe mit Kartoffeln. Für den erkrankten Vorsitzenden Christian Bauer begrüßte zweiter Bürgermeister Johannes Reger die Gäste, unter anderem die Bundestagsabgeordneten Reiner Meier und Albert Rupprecht, den Landtagsabgeordneten Tobias Reiß, stellvertretenden Landrat Dr. Alfred Scheidler sowie zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis.

Meier führte aus, dass ihm die Krankenhausreform und die damit verbundene ärztliche Versorgung am Herzen liege. In Berlin setze er sich dafür ein, dass sich Mediziner wieder auf dem Land niederlassen. Stellvertretender Landrat Scheidler ging auf die Kreispolitik ein und griff das Thema Behördenverlagerung auf. "Der Kreistag hat beschlossen, mit einem Standort ins Rennen zu gehen und mit Waldsassen sind wir relativ gut gelegen." Dass eine Umstrukturierung für die Region etwas bringe, zeige das Amt für ländliche Entwicklung in Tirschenreuth. "Dort werden Stellen immer mehr von Leuten aus der Region besetzt."

Bundespolitische Themen sprach Albert Rupprecht an. Er ging sowohl auf Griechenland, als auch auf die Krise in der Ukraine ein. "Es geht kein Weg daran vorbei, die Krise zu entschärfen", betonte er. "Wir brauchen viel Geduld, und die Bundeskanzlerin muss immer wieder das Gespräch suchen", so Rupprecht. Es sei die richtige und notwendige Entscheidung Merkels, die Verhandlungen an sich zu reißen.

"Versprechen gehalten"

"Heuer werden es zehn Jahre, dass die unionsgeführte Regierung im Amt ist", stellte Rupprecht fest. "Damals war außenpolitisch alles zerdeppert, die Arbeitslosenzahl lag bei fünf Millionen, in den Rentenkassen war kein Geld und das Gesundheitswesen lag darnieder." Nach seinen Worten genieße die Bundesrepublik heute wieder Vertrauen in der Welt. "Die CSU konnte alle substanziellen Wahlversprechen halten."

Für die nächsten sieben Jahre konnte nach Aussage des Parlamentariers die Wirtschaftsförderung in der Region verlängert werden. Er rief dazu auf, die nördliche Oberpfalz zu einer Bildungsregion zu entwickeln. "Das wird ein Schlüsselthema für die Zukunft sein." Es seien Qualifizierungen vor Ort notwendig. Ein Baustein sei die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (OTH).

Nicht zuletzt sprach der Redner das Thema "Leerstand in Ortskernen" an. Es sei bereits ein Projekt "Alte Mauern neu beleben" im Gange. "Wir müssen uns dabei die Frage stellen, was passiert mit den Altbeständen in den Ortskernen in den nächsten zehn Jahren?" Es könne seiner Meinung nach nicht von einer bayerischen Kultur gesprochen werden, wenn die Stadtkerne verfallen. "Wir brauchen schlüssige Konzepte, damit wir die Ortskerne lebenswert gestalten", so Rupprecht. "Visionen sind notwendig, das ist strategisch für Bayern."

Lob für Steinwald-Allianz

Landtagsabgeordneter Reiß ging abschließend auf die derzeitige Asylpolitik und auf die Stabilisierungshilfen für Kommunen ein. "Kommunen gehen verantwortungsvoll mit den Geldern um", bestätigte er. Für die Zukunft sei es wichtig, Ideen zu haben. Dabei sprach er auch interkommunale Zusammenschlüsse, wie die Steinwald-Allianz an. Eine rege Diskussion mit den Mandatsträgern schloss sich an.
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