Vom Ei bis zum Falter

Lokales
Erbendorf
15.04.2015
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Mit einem beeindruckenden Diavortrag eröffnete Josef Pöllmann aus Nagel im Heimat- und Bergbaumuseum die Sonderausstellung "Schmetterlinge." Gut 1000 prächtige Exemplare sind zu sehen.

Museumsleiter Manfred Klöble stellte den Hobbyfotografen Pöllmann vor, der sich seit über 60 Jahren mit Schmetterlingen befasst. Seit langem zählt er zu einem der bekanntesten Experten in der Region. Weit über 200 heimische Arten hat Pöllmann erforscht und fotografisch dokumentiert.

Drei Stationen

Bei seiner Diashow zeigte der Fotograf einmalige Bilder von den Stadien eines Schmetterlingslebens. Wie er ausführte, sei der bunte Schmetterling letztendlich das Produkt einer faszinierenden Entwicklung. Pöllmann zeigte die Lebenszyklen am Beispiel des Schwalbenschwanzes, des Zitronenfalters und des Nachtpfauenauges auf. Dabei konnten die Besucher einzigartige Aufnahmen von der Eiablage auf Pflanzen, vom Leben als Raupe sowie vom Schlüpfen des Schmetterlings betrachten.

Der Fachmann hat ein großes Herz für die kleinen Insekten. So informierte er über die regionalen Lebensräume. "Viele Arten brauchen Feuchtwiesen, Hecken, Gebüsche und Gärten, um existieren zu können." Denn sie bieten ihnen Schutz und vor allem Nahrung. Umweltveränderungen führten in den vergangenen Jahrzehnten dazu, dass zahlreiche heimische Tagfalter bereits auf der Roten Liste stehen, da ihre Lebensräume zerstört seien.

Für Nektar sorgen

"Jeder Gartenbesitzer kann Gutestun", stellte der Experte fest. Wer im Garten beispielsweise Distel-, Lavendel- oder Sommerfliederpflanzen habe, sorge für ein ausreichendes Nektarangebot. Brennnesseln sollten nicht entfernt werden, wo sie nicht stören. Denn sie dienen alleine mehreren Dutzend Schmetterlingsarten als Raupenfutterpflanze.

Im Anschluss an den Vortrag führte Museumsleiter Klöble durch die Ausstellung. Wie er anmerkte, seien die Schmetterlinge in den Ausstellungskästen bereits gut 100 Jahre alt. Vor über zehn Jahren habe das Museum die Sammlung in Amberg erworben. Neben Schmetterlingen aus aller Welt seien viele einheimische Arten dabei und einige Käfer.

Führung für Gruppen

Die Sonderausstellung im Heimat- und Bergbaumuseum kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Geöffnet ist das Museum ab sofort jeden Dienstag und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr sowie jeden zweiten Sonntag im Monat. Gruppenführungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten jederzeit möglich.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.heimatmuseum.erbendorf.de
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