Wege wieder frei machen

Lokales
Erbendorf
07.05.2015
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Seit Anfang des Jahres sind die 16 Mitgliedskommunen der Steinwald-Allianz im Förderprogramm Interkommunales Kernwegenetz. Ziel ist es, die landwirtschaftlichen Wege zu erneuern.

Bei der zweiten Arbeitssitzung im Rathaus konnte Projektbegleiter Andreas Danzer das Kernkonzept mit den aufgenommenen Wegen für die Stadt Erbendorf sowie die Gemeinden Friedenfels, Krummennaab und Reuth bei Erbendorf vorstellen. Der Vorsitzende der Steinwald-Allianz, Bürgermeister Hans Donko, begrüßte im Kulturspeicher zahlreiche Landwirte, Vertreter der Jagdgenossenschaften sowie die Bürgermeisterkollegen Gottfried Härtl aus Friedenfels, Uli Roth aus Krummennaab und Werner Prucker aus Reuth.

Im Rahmen des Förderprogramms steht laut Bürgermeister Donko jeder Mitgliedskommune eine Millionen Euro zur Verfügung. Ziel sei es, die landwirtschaftlichen Wege, die vor über 40 Jahren im Rahmen der Flurbereinigung angelegt wurden, zu erneuern. "Damit soll nach dem Willen der Staatsregierung eine vernünftige Infrastruktur entstehen, die nicht nur der Landwirtschaft, sondern auch der Bevölkerung und vor allem dem Tourismus zur Verfügung steht."

Projektbegleiter Danzer riss nochmals den Sinn des Kernwegenetzes an. So sollen diejenigen Strecken der Gemeinden, die zukünftig stärker als die übrigen Wege den landwirtschaftlichen und außerlandwirtschaftlichen Schwerlastverkehr aufnehmen, zu diesem Zweck ausgebaut werden. Vorhandene Wegtrassen können dabei ebenso genutzt werden, wie die Wege, die zur Erschließung der freien Feldflur und des Waldes dienen.

In Augenschein

Nachdem im Januar dieses Jahres in einer ersten Arbeitssitzung Vorschläge für künftige Ausbauwege von den Jagdgenossenschaften, Kommunen und Landwirten eingebracht wurden, seien diese nach Aussage von Andreas Danzer gemeinsam mit Bauoberrätin Huberta Bock vom Amt für ländliche Entwicklung bei Ortsterminen in Augenschein genommen worden. "Dabei haben wir für alle Gemeinden einen ähnlichen Maßstab angewandt", so Danzer. "Dadurch ist das Kernwegenetz dünner und gleichmäßiger geworden." Donko fügte an, dass die im Kernwegenetz nicht aufgenommenen Strecken auch nicht über das Programm gefördert werden können. "Das heißt aber nicht, dass sie nicht mehr ausgebaut werden." Bei einem notwendigen Ausbau müssten andere Finanzierungen ausgelotet werden.

Die Vertreter der Kommunen signalisierten Zustimmung. Nun wird das Konzept mit dem Amt für ländliche Entwicklung (ALE) abgestimmt.
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