Weniger Schüler, höhere Ausgaben

Die Teilnehmer an der Schulverbandsversammlung in der Schule in Erbendorf befassten sich mit den rückläufigen Schüler-Zahlen. Bild: njn
Lokales
Erbendorf
30.11.2015
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"Wir können nicht agieren sondern nur reagieren." Das stellte Schulverbandsvorsitzender Bürgermeister Hans Donko bei der Schulverbandsversammlung mit Blick auf die Entwicklung der Schülerzahlen fest. Durch die zurückgegangene Schülerzahl steige die Schulverbandsumlage pro Schüler von 2240 auf 2480 Euro.

Auf der Tagesordnung stand die Feststellung der Jahresrechnung des Schulverbands Erbendorf für die Jahre 2013 und 2014, die vom Gremium einstimmig genehmigt wurde. So schließt die Jahresrechnung für 2013 mit 828 914 Euro im Verwaltungshaushalt ab, der Vermögenshaushalt in den Einnahmen mit 8901 Euro und in den Ausgaben mit 57 648 Euro. Die Rechnung 2014 schließt in den Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushalts mit 900 235 sowie im Vermögenshaushalt bei den Einnahmen mit 74 376 und in den Ausgaben mit 94 692 ab. Bürgermeister Hans Donko wies darauf hin, dass die im Vermögenshaushalt jeweils aufgetretenen Fehlbeträge in den Folgejahren ausgeglichen werden.

Rechnungsprüfungsausschussvorsitzender Uli Roth konnte keine Beanstandungen in den Belegen feststellen. Einen Dank sprach er der Verwaltung sowie der Schule aus. Zum Haushaltsplan des Schulverbandes für das Jahr 2015 stellte der Schulverbandsvorsitzende fest, dass das Gesamtvolumen die Millionengrenze übersteige. So erhöhen sich der Verwaltungshaushalt um 46 300 Euro auf 946 600 Euro und der Vermögenshaushalt um 77 000 auf 119 500 Euro.

170 Verbandsschüler

Einen "deutlichen Anstieg" stellte Donko bei der Schulverbandsumlage für die 170 Verbandsschüler, die die Mittelschule besuchen, fest: Sie steigt von 2240 Euro auf 2480 Euro. Nicht nur die gesunkenen Schülerzahlen, auch die Investition in die neue Schulküche, die zum Schuljahresbeginn seiner Bestimmung übergeben wurde, führten zu diesem Anstieg.

Wie der Schulverbandsvorsitzende weiter ausführte, seien von den Einnahmen rund 55 Prozent durch Zuschüsse, Mieten, Kostenerstattungen und sonstige Einnahmen gedeckt. Der Restbetrag in Höhe von rund 422 000 Euro sei als ungedeckter Bedarf von den am Schulverband beteiligten Kommunen, die Stadt Erbendorf sowie die Gemeinden Krummennaab und Reuth bei Erbendorf, aufzubringen. "Die demografische Entwicklung macht auch vor unserer Schule nicht Halt", stellte Donko fest. Waren es im Jahre 2003 noch 569 Schüler, seien es zum Stichtag 6. Oktober nur noch 325.

Alleine gegenüber dem Vorjahr sei ein Rückgang von 44 Schülern festzumachen. So besuchen die Grund- und Mittelschule derzeit 232 Schüler aus Erbendorf, 27 aus Krummennaab, 23 aus Reuth bei Erbendorf, 31 aus Windischeschenbach sowie 12 Gastschüler.

Großer Unterschied

Rektor Peter Preisinger berichtete den Schulverbandsmitgliedern, dass der Schulverbund mit Windischeschenbach "bestens funktioniert." Einen offiziellen Dank sprach er dem Gremium für die Investition in eine neue Schulküche aus. "Ein gewaltiger Unterschied zur bisherigen Küche", stellte er fest. "Die Kinder arbeiten gerne in der neuen Küche und es macht ihnen sichtlich Spaß."

Einen Dank sprach Preisinger Bürgermeister Hans Donko für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung der Maßnahme aus. In der Schulverbandsversammlung begrüßte Vorsitzender Bürgermeister Hans Donko sowohl die Mitglieder, darunter die Bürgermeisterkollegen Werner Prucker aus Reuth bei Erbendorf und Uli Roth aus Krummennaab, als auch Rektor Peter Preisinger und Konrektor Albert Kraus.
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