Bürgermeister Hans Donko wird 60
Berufsleben im Rathaus

Erbendorfs Bürgermeister Hans Donko feiert am heutigen Mittwoch gut gelaunt seinen 60. Geburtstag. Bild: njn
Politik
Erbendorf
06.04.2016
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Bürgermeister Hans Donko hat doppelt Grund zu feiern. Am 1. Mai sind es 20 Jahre als Rathauschef. Und heute, Mittwoch, ist sein 60. Geburtstag. Das werden nicht die einzigen Höhepunkte im Jahr 2016 bleiben.

Hans Donko ist ein waschechter Erbendorfer. Geboren wurde er als zweiter Sohn des Schneidermeisters Eduard Donko und Ehefrau Lidwina am Mühlbühl. Nach der Volksschule Erbendorf und der Realschule in Neustadt/Waldnaab begann er am 1. September 1973 die Ausbildung zur mittleren Beamtenlaufbahn im Rathaus.

Einst der Jüngste


"Damals war ich mit großem Abstand der Jüngste, heute bin ich der Dienstälteste im Rathaus", sagte Donko über die vergangenen 43 Jahre. Nach der Anstellungsprüfung im Jahre 1975 war das Lernen noch nicht vorbei. Von 1982 bis 1985 studierte er an der Beamtenfachhochschule in Hof. Dadurch erwarb er die Qualifikation zur Laufbahn des gehobenen Dienstes. Bei der Wahl zum Bürgermeister war er Verwaltungsamtmann und Bauamtsleiter.

Neben dem 60. Geburtstag kann Donko ein weiteres Jubiläum feiern. Am 1. Mai sitzt er 20 Jahre im Chefsessel des Rathauses. "In diesen zwei Jahrzehnten ist viel geschehen", stellt Donko fest. Der Wiederaufbau des Oberpfalzturms, der Bau des Kurwegs auf der ehemaligen Lokalbahntrasse Erbendorf-Reuth, die Altenpflegeschule, das Industriegebiet "Schleifmühl" oder der Ausbau der Frühmessgasse, der Jahnstraße und der Kemnather Straße sind nur einige der Projekte, die Donko angestoßen hat.

In Erinnerung bleibt auch die Gründung der Stadtwerke mit dem Busbetrieb "Steinwald-Express". Der Bau von Kinderkrippe oder Kinderhort gehen ebenfalls auf Donko zurück. Stolz ist der Bürgermeister auch auf seine Idee, die ehemalige Bermas-Produktionshalle zum Hotel umzubauen. Gegen Widerstände setzte er nach dem Stadthallenbrand im Jahre 2009 den Nachfolgebau durch.

Stolz auf Brücklpoint


Als größtes Einzelprojekt nennt er selbst die Wohnanlage Brücklpoint. Dort baute die Stadt für 15 Millionen Euro 71 Häuser zur festen Vermietung an die US-Streitkräfte. Donko gilt auch als Initiator der Steinwaldallianz, in der heute 16 Mitgliedskommunen geworden ist. Die Allianz stieß unter anderem den Radwegebau rund um den Steinwald und die Öko-Modellregion an.

Pläne, Hoffnungen und eine ganz besondere PerspektiveHerr Donko, wie wird der morgige Tag für Sie persönlich ablaufen?

Donko: Wer mir gratulieren will, kann von 10 bis 12 Uhr in den Rathaussaal kommen. Für geladene Gäste gibt es am Abend einen Empfang in der Stadthalle.

Wird Bischof em. Wilhelm Schraml da sein?

Es wäre schön gewesen, leider ist er verhindert. Übrigens kam unser Ehrenbürger zu meinen Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag überraschend, um mir zu gratulieren. Wir stehen in engem Kontakt.

Heuer sind es 20 Jahre, dass Sie Bürgermeister sind. Haben Sie eine weitere Amtszeit im Auge?

Für diese Entscheidung ist noch Zeit. Außerdem ist sie abhängig von der Gesundheit, der Unterstützung meiner Familie und nicht zuletzt dem Wohlwollen der Bevölkerung. Obwohl der Ruhestand auch seine schönen Seiten hätte. Nachdem ich heuer zum ersten Mal Opa werde, eröffnen sich interessante Aufgaben.

Was hätte Ihrer Meinung nach in den vergangenen zwei Jahrzehnten besser laufen können?

Der Ausbau der B 299 am Hessenreuther Berg. Die Planungen ziehen sich mehr als 30 Jahre hin. Denn der Ausbau ist überaus wichtig für unsere Stadt. Außerdem ist es schade, dass unsere Stadt bei den Behördenverlagerungen nicht zum Zug gekommen ist. Aktuell bewegt mich, dass die Polizeiwache im Rathaus wohl nicht wieder besetzt wird.

Welche großen Projekte möchten Sie noch angreifen?

Wichtig ist mir die Ausweisung von Bauplätzen vor allem für junge Familien und weitere Industrieansiedlungen. Hier könnte ich mir eine Vergrößerung des Industriegebiets vorstellen. Aktuell ist für mich die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung B 299/Südbahnhofstraße-Gewerbegebiet sowie die Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße vom Naabberg nach Thann.

Was ist Ihr Geburtstagswunsch?

Gesundheit und Harmonie in der Familie. Dazu zählt die Zusammenarbeit mit Stadtrat und Verwaltung.

Finden Sie neben Ihrem Amt Zeit für Hobbys?

Dafür ist wenig Zeit. Ich treibe regelmäßig Sport und lese viel, unter anderem zeitgeschichtliche Abhandlungen. Zudem bin ich gerne mit meiner Familie im Wohnmobil unterwegs.

Was ist hier Ihr Lieblingsziel?

Bevorzugt Jesolo bei Venedig.

Was wünschen Sie sich für die kommenden Jahre?

Als Vater von zwei Söhnen und einer Tochter wünsche ich mir gute Gesundheit und Geborgenheit in der Familie. Daraus kann man Kraft schöpfen, die Arbeiten zu erfüllen und neue Ideen zu entwickeln.
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