Landfrauentag des Bauernverbandes in der Stadthalle Erbendorf
Frauen für Hof und Familie

Landfrauentag in der Stadthalle Erbendorf mit Bezirksvorsitzender Johanna Fischer am Rednerpult. Bilder: njn (2)
Politik
Erbendorf
07.03.2016
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Es wird schwierig werden, so manche Ortsverbände aufrecht zu erhalten.

"Vielfalt Leben." Unter diesem Motto stand der Landfrauentag des Kreisverbandes des Bayerischen Bauernverbandes (BBV). Vielfalt war auch im bis zum letzten Platz besetzen großen Saal zu spüren. Von allen Rednern erhielten die Bäuerinnen große Wertschätzung für ihre Arbeit.

"Die Landwirtsehefrauen bieten am Hof einen großen Rückhalt", stellte der stellvertretende Landrat Dr. Alfred Scheidler fest. Er war positiv überrascht, so viele junge Frauen bei der Veranstaltung zu sehen. Nach seiner Meinung seien es die Frauen, die neben ihrer Hausarbeit, dem Hof und Ehrenamt in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Mittelpunkt stehen.

Kreisbäuerin Christa Söllner freute sich nicht nur über den überwältigenden Besuch der Bäuerinnen sondern auch über die Ehrengäste aus den Landwirtschaftsverbänden und der Politik. Unter ihnen auch Landtagsabgeordneter Tobias Reiß und Bezirksrat Toni Dutz. Ein großes Lob sprach sie Bürgermeister Hans Donko für die neue Stadthalle aus. Der stellvertretende Landrat Scheidler überreichte Söllner eine Geldspende zur Unterstützung des Landfrauentags.

Den Heimatgedanken des Bauernverbandes und der Landfrauen mit dem Slogan "Landwirt-schaf(f)t Heimat" stellte Bürgermeister Hans Donko in den Mittelpunkt seines Grußworts. "Es ist ein Bekenntnis zu unserer Heimat." Über die Öko-Modellregion Steinwald der Steinwald-Allianz sagte er: "Wir wollen eine nachhaltige ökologische Landwirtschaft mit regionaler Vermarktung etablieren." Behördenleiter des Amts für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten aus Tirschenreuth, Wolfgang Wenisch stellte fest, dass die Bäuerinnen im Mittelpunkt der Landwirtschaft stehen. "Sie leisten viel für Familie und Betrieb", so Wenisch. "Wir wissen schon, was wir an ihnen haben, aber wir sagen's nur nicht."

Landwirtschaft ändert sich


Zu den landwirtschaftlichen Betrieben merkte Wenisch an, dass sie heute "hervorragende Möglichkeiten" hätten. Dazu zählte er Urlaub auf dem Bauernhof und die Direktvermarktung. "Das sind wichtige Betriebszweige." Dank sprach der Behördenleiter Donko aus. "Gut, dass er damals auf den Zug Öko-Modellregion aufgesprungen ist." Passend zum Thema nannte Wenisch hier die ökologischen Vorrangflächen. "Die Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert und somit auch die Landschaft", bemerkte er. Heute würden neue Früchte angebaut. Es gebe Zwischenfruchtanbau und Blühflächen. "Man muss es nur wahrnehmen und sich bewusstmachen."

Bezirksbäuerin Johanna Fischer ging auf die Vielfalt der Landwirtschaft ein: "Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen." Das Motto "Vielfalt Leben" fordere heraus, zu gestalten wie etwa die Hoftore zu öffnen. Ihrer Meinung nach bedürfe es auch gemeinsamer Werte. "Wir müssen den Flüchtlingen zeigen, was Heimat bedeutet und was wir dafür tun."

Bei der nichtlandwirtschaftlichen Bevölkerung müsse das Bewusstsein für die Landwirtschaft geweckt werden. Zu den bevorstehenden Ortsbäuerinnenwahlen merkte sie an: "Es wird schwierig werden, so manche Ortsverbände aufrecht zu erhalten." Sie rief dazu auf, dass sich Landfrauen für dieses Ehrenamt zur Verfügung stellen. Der Landfrauenchor unter der Leitung von Fritz Söllner begleitete den Landfrauentag.
Es wird schwierig werden, so manche Ortsverbände aufrecht zu erhalten.Bezirksbäuerin Johanna Fischer
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