Langjährige Planungen am Herrenreuther Berg münden in die Zielgerade - Startschuss vielleicht ...
Ausbau der B 299 in Sichtweite

Politik
Erbendorf
01.08.2016
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"Die vorgelegte Planung zum Ausbau der B 299 am Hessenreuther Berg entspricht dem Ergebnis des Runden Tisches aus dem Jahr 2014." Das stellte Bürgermeister Hans Donko bei der Vorlage der Tekturplanung fest. "Ein gutes Ergebnis", so Donko. "Wir hoffen auf eine zügige Durchführung des Verfahrens und eine unmittelbare Umsetzung der Baumaßnahme."

Kompromiss-Suche


Wie Bürgermeister Donko ausführte, wurde im März 2013 das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der B 299 am Hessenreuther Berg eingeleitet. Aufgrund verschiedener Einwände sei in der Folgezeit versucht worden, zu einem Kompromiss zu kommen. Die Ergebnisse des Runden Tisches mit dem Staatlichen Bauamt, den Grundstückeigentümern, den Vertretern des Naturschutzes und des Landratsamts seien in einen Tekturplan in das laufende Planfeststellungsverfahren eingebracht worden .

In der Stadtratssitzung stellte Bürgermeister Donko die geänderten Planungen vor. So folgt die neue Trasse noch stärker dem bisherigen Straßenverlauf. "Dadurch können Eingriffe in den vorhandenen Waldbestand verringert werden." Ebenso könne der Einschnitt am "Abspann" durch eine Anhebung der maximalen Längsneigung von 8 auf 9 Prozent verringert werden. "Von ursprünglich 17 Metern konnte dieser auf unter zehn Meter reduziert werden. "

Im Bereich der Stadt Erbendorf ist ein zweiter Verbindungs-Anschluss zur B 22 beim Kreuzstein vorgesehen. Somit kann die vorbeiführende Bundesstraße kreuzungsfrei befahren werden. Straßenbegleitend ist entlang des Ausbaubereiches ein 3,5 Meter breiter asphaltierter öffentlicher Feld- und Waldweg vorgesehen, der auch durch Radfahrer genutzt werden kann. "Damit entsteht eine neue Radwegverbindung nach Pressath", so Donko.

Einen Dank sprach der Bürgermeister dem Staatlichen Bauamt aus, das die beim Runden Tisch erzielten Ergebnisse in der Planung umgesetzt habe. "Es waren erhebliche Umplanungen", stellte er hierzu fest. Sein weiterer Dank galt allen Beteiligten, die sich vor gut zwei Jahren an einen Tisch gesetzt und konstruktiv mitgearbeitet haben.

CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger bezeichnete diese Planung als "Meilenstein" auf dem Weg zur Verwirklichung des Ausbaus. "Eine unendliche Geschichte wird bald ihr Ende finden", kommentierte CWL-Fraktionsvorsitzende Sonja Heindl. Für die Freien Wähler merkte deren Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmidt an, dass viele Wünsche in den Planungen umgesetzt werden konnten. "Für uns ist es aber vor allem wichtig, dass die neue Straße überwiegend auf der alten Trasse verlaufen wird."

"Maßnahme notwendig"


"Wir brauchen nicht noch einmal betonen, dass die Maßnahme notwendig ist", stellte SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Gredinger fest. Wenn alles gut läuft, fällt noch 2017 der Startschuss. 2018 könnte es aber auch werden. Die Planunterlagen sind bis 16. August einzusehen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Hessenreuther Berg (4)Ausbau B 299 (2)
1 Kommentar
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Stefan Kreuzeck aus Pfreimd | 01.08.2016 | 11:08  
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