Nach Vorwürfen des Bund Naturschutzes: Amtsleiter erläutert Pläne zum Ausbau der B299
Bauamt hält Wort

Bauamtsleiter Henner Wasmuth
Politik
Erbendorf
24.09.2016
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Nach der BUND-Kritik an den Plänen zum Ausbau der B299 am Hessenreuther Berg (wir berichteten) meldet sich das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach zur Wort. Er wolle keinen Streit mit dem BUND, betont Amtsleiter Henner Wasmuth. Aber er wolle auch nicht als wortbrüchig dastehen.

Indirekt unterstellt der BUND dies, wenn er kritisiert, das Bauamt halte sich nicht an den 2014 geschlossenen Kompromiss. Die Pläne weichen nur in einem Punkt ab: "Es ist richtig, dass unsere Pläne eine Steigung von 9 Prozent vorsehen, in der Abmachung sind 10 Prozent festgehalten." Dafür gebe es aber Gründe: Die Planer hätten sich an der vereinbarten Einschnittstiefe von maximal zehn Metern orientiert. Bei einer Steigung von zehn Prozent wäre der Einschnitt zwar nur mehr 3 Meter tief, dafür wären die Dämme links und rechts der Straße deutlich breiter. "Es wäre mehr Erdreich zu bewegen", rechnet Wasmuth vor. Der Eingriff in die Natur wäre größer.

Gar nicht nachvollziehbar sei der Vorwurf, die Planung ignoriere die Absprache zur Breite der Grünbrücke am Abspann-Gipfel. Die Vereinbarung hat auch die Tirschenreuther BUND-Kreisgruppe unterschrieben, die Grünbrücke wird darin nicht erwähnt. Den 38 Meter breiten Übergang haben die Planer aus dem Vorgängerentwurf übernommen.

Ein 80 Meter breiter Übergang wie vom BUND gefordert habe in Plänen aus den 1990er Jahren tatsächlich eine Rolle gespielt. Diese Pläne sahen aber auch einen vierspurigen Ausbau und einen 20 Meter tiefen Einschnitt vor. "Es ist das gute Recht des BUND, einen breiteren Übergang für Wildtiere zu fordern", sagt Wasmuth. Nur bislang habe es dazu keine Vereinbarung gegeben, die das Bauamt hätte missachten können.
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