Sanierung der Schule und des Heimat- und Bergbaumuseums
Stadt hofft auf Förderung

Nach dem Willen des Stadtrats soll der III. Bauabschnitt des Zentralschulhauses aus den Jahren 1974/75 in die Förderung gelangen. Bild: njn
Politik
Erbendorf
20.02.2016
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geht einen großen Schritt in Richtung Barrierefreiheit. Das Schulhaus soll einen Aufzug und entsprechende Sanitäranlagen bekommen. Der Stadtrat beantragt eine spezielle Förderung.

Der Stadtrat gab in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht für die Bewerbung der Stadt um Aufnahme in das Kommunal-Investitionsprogramm KIP. Zum Einen ist bei der Grund- und Mittelschule der Anbau aus dem Jahr 1974/75 vorgesehen, zum Anderen das Heimat- und Bergbaumuseum. "Wenn es uns gelingt, in die Förderung zu kommen, würden die Kosten von insgesamt 1,3 Millionen Euro mit 90 Prozent gefördert werden", merkte Bürgermeister Hans Donko an. Der Bund habe ein Sondervermögen in Höhe von 3,5 Milliarden Euro zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Gemeinden in den Jahren 2015 bis 2018 eingerichtet. "Der Freistaat hat beschlossen, die auf Bayern fallenden Mittel in Höhe von 289,4 Millionen Euro für Maßnahmen der energetischen Sanierung kommunaler Gebäude und Einrichtungen sowie Maßnahmen des Barriereabbaus und des Städtebaus zu verwenden."

Bauamtsleiter Dieter Döppl ging näher auf die Maßnahmen ein. Für die Stadt ist vorgesehen, an der Grund- und Mittelschule den nördlichen Erweiterungsteil energetisch zu sanieren. Angedacht ist der Austausch der Fenster und Eingangstüren sowie der maroden Sonnenschutzanlagen.

Neues Schul-Dach


Die bisherigen Fassadenplatten sollen abgebaut und dafür ein Wärmedämmverbundsystem mit mineralischem Außenputz aufgetragen werden. "Auch die mittlerweile über 40 Jahre alte Dacheindeckung muss erneuert werden". Um das Schulhaus barrierefrei zu gestalten, sei nach den Worten des Bauamtsleiters der Einbau eines Personenaufzugs, mit dem jede Ebene des Gebäudes erreicht werden kann, vorgesehen. Entsprechend werden in jedem Geschoss Behinderten-Toiletten eingebaut. Nach ersten Kostenschätzungen beläuft sich die Maßnahme im Schulhaus auf 1,2 Millionen Euro.

Das Heimat- und Bergbaumuseum soll neue Fenster sowie eine Wärmedämmung erhalten. Die ungefähren Kosten liegen bei 105 000 Euro. Döppl bezeichnete die Maßnahmen als "Investitionen, die langfristig Energie sparen." Begeistert zeigte sich Donko nicht nur über den Fördersatz von 90 Prozent. "Das gesamte Schulhaus ist dann bestens energetisch aufgestellt." Auch sei die Barrierefreiheit ein Pluspunkt. "Mit dem hohen Zuschuss können wir viel bewegen", stellte CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger fest. Breite Zustimmung kam auch von der SPD-Stadtratsfraktion. "Ich bin überzeugt, dass auch dieser Fördertopf angezapft werden kann", so Klaus Gredinger von der SPD. Unterstützung signalisierten auch die Fraktionsvorsitzenden Bernhard Schmidt (Freie Wähler) und Sonja Heindl (CWL).

Brandschutz vorgesehen


Stadtrat Gredinger fragte nach der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes. "Wir sind bestrebt, auch das zeitnah umzusetzen", antwortete Donko. "Ob sie gleichzeitig mit diesen Investitionen gelingt, werden die Haushaltsberatungen zeigen."

Stadtrat Bernhard Reiß (SPD), seit 40 Jahren Lehrer an der Schule, zeigte sich von der zukünftigen Barrierefreiheit begeistert. "Inklusion ist auch in unserer Schule ein Thema und da sind wir auf einen barrierefreien Zugang sowie Aufzug angewiesen." Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Schule seien in diesem Rahmen nicht förderfähig, erklärte Donko auf Nachfrage. Der Stadtrat beschloss einstimmig, die Förderanträge zur Aufnahme beider Maßnahmen in das Kommunal-Investitionsprogramm zu stellen.
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