Stadtrat beschließt Bebauungsplan für Josef-Höser-Straße
Weg frei für Bauherren

Das Bauamt der Stadt Erbendorf hat bereits den Bebauungsplan Josef-Höser-Straße, Kemnather Straße erstellt. In diesem Bereich sollen sechs Parzellen entstehen. Bild: njn
Politik
Erbendorf
17.02.2016
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Der Bebauungsplan für das Gebiet zwischen der Josef-Höser-Straße und der Kemnather Straße nimmt langsam Gestalt an. Bauwillige könnten in ein paar Monaten mit dem Hausbau beginnen.

"Wir können jetzt sechs Bauparzellen in einer attraktiven Südhanglage in Zentrumsnähe bereitstellen", betonte Bürgermeister Hans Donko in der Stadtratssitzung zur Aufstellung des Bebauungsplans der Josef-Höser-Straße. Über alle Fraktionen hinweg wurde die Entwurfsplanung begrüßt.

Auf einer Fläche von 4300 Quadratmetern entstehen zwischen der Josef-Höser-Straße und der Kemnather Straße sechs Bauparzellen mit jeweils knapp über 700 Quadratmetern Grundstücksfläche. Die Zufahrten zu den Grundstücken erfolgen über die beiden Straßenzüge. "Es ist uns damit eine gute Innenstadtplanung gelungen", stellte Donko fest. "Die Bauwilligen haben innerhalb der Baugrenzen viele Freiheiten, ihr Eigenheim zu verwirklichen."

Keine Plan-Verschwendung


Die Stadt habe vor gut zwei Jahren das Grundstück erworben. "Es liegen bereits mehrere Nachfragen für Baugrundstücke vor." Mit dem Beschluss des Stadtrats werden jetzt die planungsrechtlichen Grundlagen zur Bebauung geschaffen. CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger begrüßte die Strategie der Stadt, offene Flächen im Stadtgebiet für eine Bebauung nutzbar zu machen. "Hier ist es gelungen, keinen Platz für zusätzliche Straßen zu verschwenden."

Das Baugebiet komme nach den Worten von SPD-Fraktionsvorsitzenden Klaus Gredinger den Bauherren entgegen. Auch Bernhard Schmid, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, hob die "sehr gute Wohnlage" hervor. Schule, Kirche und Innenstadt seien fußläufig schnell zu erreichen. Der Gehweg an der Nordseite der Kemnather Straße werde von der Einmündung Hans-Schrembs-Straße bis zu den neuen Parzellen fortgeführt. "Von dort wird ein Fußgängerweg direkt zur Josef-Höser-Straße führen," erklärte Donko. Damit sei die Verkehrssicherheit vor allem für Schulkinder gegeben.

Kein Fernwärmeanschluss


Das Baugebiet könne allerdings aus wirtschaftlichen Gründen nicht an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen werden, erläuterte Donko auf Nachfrage von Stadtrat Karlheinz Rottmann (SPD). "Bei modernen, nach energetischen Maßstäben errichteten Wohnhäusern rechnet sich ein Anschluss nicht", konkretisierte Bauamtsleiter Dieter Döppl. Sechs Wohneinheiten seien zu wenig und die Fernwärmeleitung führe nicht direkt am Baugebiet vorbei.

Der Stadtrat beschloss einstimmig die Aufstellung des Bebauungsplans. Bürgermeister Donko merkte an, dass der rechtskräftige Bebauungsplan innerhalb weniger Monate stehen und die ersten Interessenten mit dem Hausbau beginnen könnten.
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