TSV Erbendorf bleibt eine junge Truppe
Karteileichen begraben

Sport
Erbendorf
01.04.2016
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Trotz Mitgliederschwundes bleibt der TSV Erbendorf eine junge Truppe: das wurde in der Jahreshauptversammlung festgestellt. Die Turner spielen zahlenmäßig die gewichtigste Rolle.

Was hat die Einführung des SEPA-Systems mit der Mitgliederentwicklung zu tun? Ganz einfach: Mit der Umstellung auf den neuen Bankeinzug wurden auch gleich einmal die Karteileichen aussortiert. Und deshalb zählte man zum Jahresende nur mehr 985 Mitglieder.

Ein weiterer Grund für den Mitgliederschwund sei, nach Überzeugung von Vorsitzendem Bernhard Reis, der demografische Wandel. "Dies war seit Jahren absehbar und deshalb ebenfalls kein Grund zur Beunruhigung." Dass die Mitgliederzahl beim TSV Erbendorf nun unter die magische Tausendergrenze fiel, treibt den Verantwortlichen deswegen keine Sorgenfalten auf die Stirn. Nach wie vor ist der Turn- und Sportverein der größte Verein der Steinwaldstadt und ein sehr junger, wie Reis anmerkte.

Der positive Trend bei den Kindern und Jugendlichen zeigt, dass die vielfältigen Angebote des TSV für Neumitglieder sehr attraktiv sind. Besonders erwähnenswert ist für Reis der Zuwachs in der Altersgruppe bis 6 Jahre. Hier weist die Statistik erneut ein Mitglieder-Plus auf. Reis ist sich sicher, dass vor allem das breitgefächerte sportliche Angebot über alle Sparten hinweg der Garant für die Stabilität des Vereins ist.

Wichtig ist aber auch die große Anzahl von qualifizierten Übungsleitern. Derzeit sind 26 lizenzierte Mitstreiter im TSV tätig. Dazu kommt eine Reihe von engagierten ehrenamtlichen Aktiven, die zwar ohne Stempel, dafür aber mit sportlicher Lebenserfahrung und pädagogischem Geschick, die Trainer unterstützen. Mehr als die Hälfte aller Mitglieder stellen mittlerweile die Turner (507) dar, die damit mit Abstand die größte Sparte bilden, gefolgt von der Fußballabteilung (277) und der Sparte Tennis (74). Dann folgen die Sparte Tischtennis (51), die Sparte Kegeln (48) und die Sparte Ski mit 43 Mitgliedern. 138 passive Mitglieder gehören keiner Sparte an.

Stark profitiert der TSV Erbendorf auch von den attraktiven Sportanlagen. Hier zahlen sich die großen Investitionen der Stadt in den vergangenen 20 Jahren aus. Die Schulsporthalle ist mittlerweile praktisch erprobt und erhält Lob von allen Seiten. Auch die "Kreinzl-Arena" wird für überregionale Schulsportveranstaltungen ebenso gerne genutzt wie für die heimischen Fußballaktivitäten.

Und schließlich sei die vereinseigene Kegelbahn im Sportheim mustergültig gepflegt. Dafür dankte Reis ganz besonders Helmut und Waltraut Faget, die sich um die Technik und Sauberkeit kümmern. Die Gaststätte im Vereinsheim wird derzeit in Eigenregie bewirtschaftet. Um die Chancen auf einen neuen Pächter zu erhöhen, wird aktuell im Obergeschoss eine Wohnung eingebaut.

Positive Finanzlage


Dem Verein ist mittlerweile auch der Einstieg in den Schulsport der Ganztagsschule gelungen. An einem Tag in der Woche bieten die Sparten Kegeln und Fußball Übungseinheiten für die Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufen an.

Von einer positiven Finanzlage berichtete Hauptkassier Markus Knodt. Durch eine konsequente Tilgung der Darlehen wurde die Zinsbelastung erheblich reduziert. Seit 2009 wurde die Verschuldung um 95 000 Euro abgebaut. Bei konsequenter Fortführung und solidem Wirtschaften ist der Verein in weniger als sechs Jahren schuldenfrei.
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