Arbeitstreffen ehrenamtlicher Helfer in Erbendorf - Intensiver Gedankenaustausch wird ...
"Kleine Dienste" brauchen Nachwuchs

Das erste Treffen der Nachbarschaftshilfen aus der Region im Erbendorfer Lorettoheim. Im Bild: Pfarrer Martin Besold (links) sowie seine Kollegen Konrad Amschl aus Kemnath (rechts), Dirk Grafe aus Wirbenz (Dritter von rechts) und Bernhard Müller aus Grafenwöhr (Vierter von rechts). Bild: njn
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Erbendorf
19.11.2016
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"Die Menschen haben oft Scheu, sich helfen zu lassen." Das konnte beim ersten Treffen der Vertreter aller in ökumenischer Zusammenarbeit arbeitenden Nachbarschaftshilfen fest gestellt werden. Initiator und Gastgeber dieses Gedankenaustausches war "Der Kleine Dienst". "Jüngere Helfer werden dringend gesucht", stellte Moderator Pfarrer Martin Besold fest.

Die ökumenische Nachbarschaftshilfe "Der Kleine Dienst" besteht in der Steinwaldstadt schon seit 20 Jahren. Eben so lang unter anderem in Speichersdorf/Kirchenlaibach. Die Vertreter dieser beiden Nachbarschaftshilfen und diejenigen aus Grafenwöhr und Kemnath fanden sich jetzt im Lorettoheim zu ihrem ersten Arbeitstreffen zusammen.

Nach einer Vorstellungsrunde war schnell klar, dass die angebotenen Dienste ziemlich identisch sind. Wie Pfarrer Besold zusammenfasste, werde am meisten Hilfe beim Einkaufen oder Arztbegleitungen gesucht. Daneben stehen hoch im Kurs das Ermöglichen von Gottesdienstbesuchen, Besuche im Altenheim und auch das Bringen beziehungsweise Abholen von Kindern aus dem Kindergarten. "Ein gemeinsames Problem sehen wir in personeller Art", führte Besold aus. "Denn unsere altgedienten Mitarbeiter werden immer älter und jüngere Helfer werden dringend gesucht." Von allen Nachbarschaftshilfen wurde darauf Wert gelegt, dass sie ehrenamtlich tätig sind und keinen Berufsstand ersetzen. "'Die Kleinen Dienste' helfen in akuten Notlagen", so der Pfarrer. Aus seinem Erbendorfer Umfeld konnte er berichten, dass die Mitarbeiter darüber hinaus auch gerne alte und einsame Menschen besuchen und unterhaltsame Nachmittage in Altenheimen organisieren.

"'Die Kleinen Dienste' werden in Zukunft noch wichtiger werden", stellte Besold als Fazit fest. Der Gedankenaustausch werde auch in Zukunft fortgesetzt. Unter den Versammlungsteilnehmern war auch Daniela Wißmeier aus Neusorg. Sie schreibt gerade ihre Bachelor-Arbeit mit dem Thema "Soziale Arbeit über die Nachbarschaftshilfen im Landkreis Tirschenreuth." Vom Abend konnte sie wertvolle Anregungen mitnehmen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Martin Besold (6)Kleiner Dienst (5)
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