Auf gesunden Beinen

Vermischtes
Erbendorf
09.07.2016
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Erstmals ist trotz eines Schülerrückgangs die Schulverbandsumlage wieder gesunken. Und zwar von 2480 Euro im Jahr 2015 auf jetzt 2390 Euro pro Nase.

In der Verbandsversammlung im Lehrerzimmer der Grund- und Mittelschule konnte Vorsitzender Bürgermeister Hans Donko sowohl die Mitglieder, darunter die Bürgermeisterkollegen Werner Prucker aus Reuth bei Erbendorf und Uli Roth aus Krummennaab, als auch Rektor Peter Preisinger und Konrektor Albert Kraus begrüßen.

Auf der Tagesordnung stand die Jahresrechnung des Schulverbandes Erbendorf für das Jahr 2015, die vom Gremium einstimmig festgestellt wurde. So schließt das Zahlenwerk im Volumen mit 958 200 Euro. "Mit dem Rechnungsabschluss 2015 sind wir wieder in ruhigen finanziellen Gewässern", merkte Donko an. Positiv bewertete er die Zuführung von 34 000 Euro in die Rücklagen. Die Zahl der Schüler ging zum 1. Oktober 2015 um 31 auf 325 zurück.

Zu diesen 31 gehören Kinder und Jugendliche aus Windischeschenbach und 12 Gastschüler aus den Gemeindebereichen Hopfau, Falkenberg, Friedenfels, Windischeschenbach, Wildenreuth, Frodersreuth und Krummennaab. Bürgermeister Donko zeigte sich aber erfreut, dass aktuell die Geburtenraten wieder stetig steigen. "Dies wird aber erst in einigen Jahren eine positive Auswirkung auf die Schule haben."

Zum Haushaltsplan des Schulverbandes für das Jahr 2016 stellte der Vorsitzende fest, dass heuer das Gesamtvolumen um 176 100 Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken sei und sich auf 890 000 Euro belaufe. "Der Verwaltungshaushalt vermindert sich von 946 600 Euro auf 849 400 Euro und der Vermögenshaushalt von 119 500 Euro auf 40 600 Euro.

Umlage sinkt


Erfreut zeigte sich Donko über die Entwicklung der Schulverbandsumlage. Zwar sank die Zahl der Verbandsschüler, dennoch konnte die Umlage von 2480 Euro auf 2390 Euro je Schüler gesenkt werden. Möglich wurde dies wegen der Entnahme von 35 000 Euro aus den Rücklagen. "Wir brauchen dieses Geld derzeit nicht", so der Vorsitzende.

Wie Bürgermeister Donko weiter ausführte, seien von den Einnahmen im Haushalt 2016 rund 57 Prozent durch Zuschüsse, Mieten, Kostenerstattungen und sonstige Einnahmen gedeckt. Der Restbetrag in Höhe von rund 363 000 Euro (43 Prozent) sei als ungedeckter Bedarf von den am Schulverband beteiligten Kommunen Erbendorf sowie die Gemeinden Krummennaab und Reuth bei Erbendorf aufzubringen.

Zum Haushalt merkte Donko weiter an, dass der Hausmeister sowie die Reinigungskräfte der Schule nicht wie bisher bei der Stadt Erbendorf, sondern direkt beim Schulverband beschäftigt sind. "Für den Schulverband selbst ist diese Veränderung haushaltstechnisch eine Nullnummer, denn die Stadt hat die Personalkosten dem Verband in Rechnung gestellt."

Als Grund für diese Maßnahme führte Kämmerer Reinhard Schuster aus, dass das Umsatzsteuerrecht immer mehr auch in den Kommunen greife. "Bei der bisherigen Regelung könnten dann für diese Dienstleistungen 19 Prozent Umsatzsteuer an fallen, die der Schulverband zusätzlich tragen müsste."

Nicht zuletzt seien im neuen Haushalt auch 16 000 Euro für Investitionen eingestellt. So sollen nach dem Wunsch der Schulleitung neue Monitore, Notebooks und Beamer sowie nach und nach neue Schultische und -stühle angeschafft werden. Notwendig seien auch Lizenzen für Software-Produkte.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss die Schulverbandsversammlung die Fortsetzung der Offenen Ganztagsschule für Schüler der Jahrgangsstufen fünf mit zehn mit zwei Gruppen für die Mittelschule ab dem Schuljahr 2016/2017. Wie Donko hierzu ausführte, sei bereits eine zweite Gruppe bei der Regierung der Oberpfalz beantragt worden.

"Zur Finanzierung wird vom Freistaat eine Zuwendung von 28 700 Euro pro Gruppe gewährt", so der Vorsitzende. Nach Abzug eines Eigenanteils von 5 000 Euro verbleibe ein jährliches Budget in Höhe von 23 700 Euro pro Gruppe, das für den Personalaufwand der Bildungs- und Betreuungsangebote zur Verfügung stehe.

Gutes Betreuungsangebot


Wie Rektor Peter Preisinger in der Sitzung ausführte, erfolgte die freiwillige Betreuung in der Offenen Ganztagsschule von Montag bis Donnerstag von 13 bis 16 Uhr. "Wir konnten bereits für die neue Gruppe pädagogische Fachkräfte gewinnen", merkte er an. Der Rektor stellte fest, dass in Erbendorf das gesamte Betreuungsangebot für Schüler außerordentlich gut sei. "Während die Nachmittagsbetreuung insbesondere für die Schüler der Klassen 1 bis 4 über den städtischen Kinderhort erfolge, sei für die fünften bis siebten Klasse die gebundene Ganztagsklasse sowie für die fünfte bis zehnte Jahrgangsstufe die Offene Ganztagsschule ein Angebot."
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