Auszeichnung für Erwin Otte
Glasstraßenpreis für Friedensengel

Erwin Otte (Mitte) erhielt den Glasstraßenpreis 2016. Ihm gratulierten der Landrat von Regen, Michael Adam (links), und Heinrich Schmidbauer, ehemaliger Präsident des Bayerischen Sparkassenverbandes. Bild: hfz
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Erbendorf
30.11.2016
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Riedlhütte/Erbendorf. Der freischaffende Kunstmaler und Bildhauer Erwin Otte aus Erbendorf wurde für sein Projekt "Gläserner Friedensengel" mit dem Glasstraßenpreis 2016 ausgezeichnet.

Die Errichtung des Friedensengels hat weitreichenden historischen Hintergrund. Direkt an der Glasstraße, an der Bahnstrecke Hof-Regensburg zwischen Windischeschenbach und Neuhaus, wurde im Kalten Krieg eine sieben Meter hohe Panzersperre errichtet. Der Betonklotz von damals ist heute der Sockel, auf dem der Gläserne Friedensengel steht.

Symbol des Friedens


Das Kunstwerk, das in der Signalfarbe rot gestaltet wurde, ist ein Symbol des Friedens. Die konkaven Flügel nehmen schützend die Erdrundungen auf und deuten auf eine intakte Umwelt als Grundlage jeglichen Lebens hin. Die schwarz strukturierten Linien zeigen mahnend auf das Negative. Von der Idee bis zur Umsetzung vergingen 20 Jahre. Der Gläserne Friedensengel gilt als Symbol für ein hoffentlich friedvolles Jahrtausend.

Ein weiterer Preisträger war das Bild-Werk Frauenau. Den Ehrenpreis der Glasstraße erhält Günther Keilwerth, Abteilungsdirektor a. D. bei der Regierung von Niederbayern. "Ich wünsche der Region auch für die Zukunft Freude und Erfolg bei der Beschäftigung mit dem Werkstoff Glas - im Alltag, in Handwerk und Industrie, in der Traditionspflege der Region, als Attraktion für Einheimische und Gäste, für historisch Interessierte und innovative Designer, Kunstsinnige und alle, die Glas in seiner vielfältigen Verwendung schätzen und in unterschiedlichen Formen genießen können", sagte Ulrich Netzer, Präsident des Sparkassenverbandes Bayern und langjähriger Unterstützer des Glasstraßenpreises.

Die Glasstraße ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen dieser Region. Die Preisträger erhalten gemeinsam ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro, eine Urkunde sowie eine Glastrophäe, die Glaskünstler Theodor Sellner als Einzelstück exklusiv für den Glasstraßenpreis fertigt und zur Verfügung stellt.

Glaszentren Europas


Der Bayerische Wald und Oberpfälzer Wald gehören zu den herausragenden Glaszentren Europas. Nirgends sonst gibt es eine derartige Dichte an Glaskünstlern und glasproduzierenden Betrieben. Die Glasstraße hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Ferienstraßen und Ausflugsrouten in Deutschland entwickelt. Zur Förderung der Aktionen, Beiträge und Produkte, die die Glasstraße beleben und die das Glas aus dem Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald in den Mittelpunkt stellen, schreibt der Tourismusverband Ostbayern seit dem Jahr 2000 im zweijährlichen Rhythmus den Glasstraßenpreis aus, heuer zum neunten Mal.

Weitere Informationen unter www.die-glasstrasse.de
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