Beitrag für den Frieden

Volkstrauertag in Wildenreuth. Vor dem Ehrenmal legten Pfarrer Manuel Sauer und zweiter Bürgermeister Johannes Reger (Mitte, von links) einen Kranz nieder. Bild: njn
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Erbendorf
15.11.2016
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"Jeder ist aufgerufen, Frieden und Freiheit zu verteidigen." Diese Forderung formulierte Pfarrer Manuel Sauer bei der Gedenkfeier am Volkstrauertag in Wildenreuth.

Wildenreuth. "Jeder von uns kann dazu seinen Beitrag leisten, in der Familie und Verwandtschaft, im Dorf, bei seiner Arbeit. Das wäre ein wirkliches Erinnern." Gemeinsam mit zweitem Bürgermeister Johannes Reger legte Sauer am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Der Pfarrer führte aus, dass wirkliches Erinnern nicht in der Vergangenheit stecken bleibe.

Zweiter Bürgermeister Johannes Reger nahm den Volkstrauertag zum Anlass, um auf eine Naturkatastrophe im Jahr 1815 in Indonesien hinzuweisen, das in Europa ein Jahr darauf einen verregneten und kalten Sommer brachte. "Die Bürger standen vor leeren Scheunen und nur ein Drittel der Ernte konnte eingefahren werden." 100 Jahre später sei bei den Bürgern im Ort der Hunger wieder ständiger Gast gewesen. Diesmal sei aber nicht die Natur verantwortlich für das Unglück gewesen, sondern die Menschen: "Sie haben mit Elan und Leidenschaft den Ersten Weltkrieg begonnen." Die Menschen müssten dafür eintreten, die Gesellschaft auf ökologischem Gebiet weiterzuentwickeln sowie den Hass im Keim zu ersticken.

"Die Namen an diesem Kriegerdenkmal erinnern uns daran", so der zweite Bürgermeister. Reger sprach im Anschluss allen an der Gedenkveranstaltung Beteiligten, wie dem Posaunen- und Kirchenchor, der Feuerwehr, den Vereinsvertretern und Stadtratsmitgliedern sowie der Ehrenwache der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Erbendorf seinen Dank aus.
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